Musik Wuppertaler Band „Rosatones“: Musikalische Botschaft für Demokratie

Elberfeld · Beim heutigen Verfassungsfest stellen sie auch ihren Song „Raise Your Voice“ vor.

Bilden die Rosatones (v. l.): Stephan A. Vogelskamp, Rosa Rojwin Atila, Kai von Lünenschloß und Sven E. A. Hollmann; sitzend: Fabian Rother.

Bilden die Rosatones (v. l.): Stephan A. Vogelskamp, Rosa Rojwin Atila, Kai von Lünenschloß und Sven E. A. Hollmann; sitzend: Fabian Rother.

Foto: Fabian Rother / Rosatones/Fabian Rother

Obwohl sie in ihren ersten Songs die Schatten des Lebens thematisieren, sich mit der Frage befassen, wie man von Abhängigkeiten loskommt und dabei feststellen, wie schwer es sein kann, miteinander zu leben und dennoch nicht ohne einander sein zu wollen, ist die Debüt-EP der Wuppertaler Band „Rosatones“ keineswegs ein düsterer Abgesang auf die Gegenwart. Im Gegenteil: Schließlich lautet der Titel „Always Believe“.

Im Sommer 2023 gegründet, brachten Stephan A. Vogels-kamp, Kai von Lünenschloß, Chris Papageorgiou, Fabian Rother, Sven E.A. Hollmann und Sängerin Rosa Rojwin Atila im Dezember ihre erste Single „New Day“ heraus. Nun ist ihre erste EP erschienen, mit der sie am heutigen Samstagabend auch auf dem Verfassungsfest zu 75 Jahren Grundgesetz zu hören sein werden. Es findet von 15 bis 22 Uhr auf dem Elberfelder Laurentiusplatz statt und wird von der Solidargemeinschaft Wuppertal organisiert.

Der Stil changiert zwischen
Rock, Jazz und etwas Punk

„Das Symbol, das von der Veranstaltung ausgeht, ist immens wichtig“, sagt Stephan A. Vogelskamp im Gespräch mit der WZ. Zumal einer der vier englischsprachigen Songs, die sich auf der EP versammeln, den Rechtsruck der Gesellschaft aufgreift. Da passt es, dass Eintracht Braunschweig die Band für eine Kampagne gegen Rechts gewinnen konnte, um gemeinsam mit Spielern unter anderem aus der Fußball- und der Basketballabteilung des Vereins den Song „Raise Your Voice“ für ein Video einzusingen. „Wir reflektieren die Zeit“, so der Bassist, der zusammen mit Mirko Klug auch für das Management der Band zuständig ist. Der Stil, wie Vogelskamp ihn beschreibt, sei eine Mischung aus Rock, Pop, Jazz und Elementen aus dem Punk. „Bei Rosa kommt vieles impulsiv, deswegen hat ihr Gesang auch punkige Motive, aber genau das gefällt uns“, sagt er über die Sängerin, die Volkswirtschaftslehre studiert. Was die Produktion selbst angeht, bezeichnet sich die Band einerseits als „old school“, zumal die EP auch auf CD erscheint. Gleichzeitig positioniert sie sich in den neuen Medien, sodass fertige Songs gleich auf Streamingplattformen wie Spotify publiziert werden können, ohne sie bis zu Veröffentlichung eines Albums in der Schublade zu belassen.

Das soll im Laufe des nächsten Jahres erscheinen und „bis zu zwölf Titel aufweisen“, kündigt die Band an. „Und es wird dann nicht nur als Stream und auf CD, sondern auch als Doppel-LP erscheinen.“ Old School verpflichtet. „Und wenn wir uns den gegenwärtigen Voraussetzungen unterordnen würden, müssten wir im Grunde alle sechs Wochen auf den Streamingplattformen neue Inhalte hochladen“, so Vogels-
kamp, „damit der Algorithmus, der heute die Grundlage der digitalen Wahrnehmung spielt, einem auch Präsenz verschafft.“

Ein Video zu ihrer Single „New Day“ ist seit dieser Woche online. Marketing braucht nun einmal auch eine Band, die nach eigenen Angaben „die Liebe zur Musik“ als Grundlage ihres Schaffens angibt. So sind sie unter anderem im August beim Berliner Sender Radio Alex zu Gast und treten im September beim Bergischen Zukunftspreis auf.

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