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Wuppertaler Autorin veröffentlicht zweites Kinderbuch

Literatur : Im zweiten Teil wird Edda aufmüpfig

Jasmin Schaudinn veröffentlicht Band zwei von „Edda aus dem Moospfad“. Er erscheint im Juli.

Edda aus dem Moospfad ist wieder da: Autorin Jasmin Schaudinn veröffentlicht am 20. Juli den zweiten Band „Edda aus dem Moospfad: Geburtstag in geheimer Mission”.

Die Reaktionen auf den ersten Band, der im Januar erschienen ist, seien überwältigend gewesen. „Besonders schön fand ich einen Bericht, in dem Kinder das Buch rezensiert haben. Wenn es den Kindern gefällt, freut mich das besonders, denn für sie war das Buch ja auch gedacht”, sagt Schaudinn. Das positive Feedback habe sie sehr gerührt.

Ihre anfänglichen Bedenken, dass Eltern die Protagonistin Edda zu frech finden könnten, seien unbegründet gewesen. „Ich hatte Bedenken, dass Eltern es vielleicht nicht richtig finden, wenn man Eddas Verhalten gutheißt. Aber viele Erwachsene schrieben, dass sie Edda vor sich sehen konnten, weil sie so echt ist”, berichtet sie.

Anregungen aus
der Nachbarschaft

Für den zweiten Band hat sich Jasmin Schaudinn wieder Anregungen in ihrer Nachbarschaft geholt. So findet Edda auf dem Sperrmüll eine alte Computertastatur, die sie prompt ins Agenten-Fieber versetzt. Ihre Geburtstagsfeier steht natürlich auch ganz unter diesem Motto.

„Für Kinder ist es so spannend, durch die Straßen zu gehen, wenn Sperrmüll ist. Ich dachte mir, ich muss das einfach verwenden, dieses Glück im Sperrmüll. Ich habe überlegt, was man da so finden kann. Die Ideen purzelten nur so”, sagt Jasmin Schaudinn.

Sie thematisiert aber auch andere, wichtige Themen, angelehnt an die aktuelle Situation in Schulklassen. So kommt ein Flüchtlingsmädchen in Eddas Klasse, um das sie sich kümmern und das sie zur Geburtstagsfeier einladen soll. Edda kann sich allerdings so gar nicht mit diesem Mädchen anfreunden: „Edda sträubt sich mit Händen und Füßen dagegen. Aber sie wäre nicht Edda, wenn ihr da nichts einfallen würde, wie man das lösen kann”.

Schaudinn möchte damit zeigen, dass es in Ordnung ist, wenn Kinder unterschiedliche Dinge gut finden. „Nur weil sie Kinder sind, müssen sie nicht gut zusammenpassen. Das reicht nicht als Gemeinsamkeit”, sagt sie. Kinder dürften sich ihre Freunde selbst aussuchen und entscheiden, wen sie mögen und wen nicht. Außerdem wollte sie keine „aalglatte Geschichte” erzählen. Das Kind, das ihr Buch liest, solle die Botschaft vermittelt bekommen „Du bist gut, so wie du bist”, erklärt sie.

Für den zweiten Band hat sich Jasmin Schaudinn getraut, Edda noch aufmüpfiger erscheinen zu lassen. „Ich bin strukturierter an die Sache herangegangen und bin routinierter geworden. Das hat das Schreiben leichter gemacht”, erzählt die Autorin. Auch die Zusammenarbeit mit der Lektorin sei vertrauter gewesen. Schaudinn selbst sei etwas mutiger geworden. „Was bleibt ist die echte, freche Edda mit dem Rhododendron als Geheimversteck”, sagt Jasmin Schaudinn.

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