Wuppertaler Auszubildende entwickeln ihr eigenes Produkt

Projekt : Azubis simulieren Produkt-Fertigung

66 Lehrlinge des Berufskollegs Werther Brücke hospitierten in Wuppertaler Firmen.

Am Berufskolleg Werther Brücke hat sich das Konzept der sogenannten Lernortkooperation, kurz Leko, durchgesetzt. Seit 25 Jahren gehen die Auszubildenden in verschiedene Wuppertaler Unternehmen, um dort eine Aufgabe zu erfüllen. Die sieht in jedem Jahr anders aus. In diesem Jahr sollten die Teilnehmer Präge- beziehungsweise Stanzvorrichtungen entwickeln und bauen. Der Prozess des Entwickelns und Fertigens wurde in den Firmen realen Bedingungen nachempfunden – also mit Aufstellen einer Kostenrechnung, Anfertigung einer Zeichnung mit Hilfe von Computerprogrammen und zum Schluss das Fertigen dieser entwickelten Vorrichtung.

„Das Ganze ist tatsächlich die Simulation eines betrieblichen Ablaufs, wie er in Betrieben vorkommt“, erklärte Björn Busmann, ein Lehrer der Schule. Am Freitag stellten die Azubis die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Insgesamt 66 Schüler, die in neun Teams und acht Firmen aufgeteilt waren, nahmen an dem Projekt teil. Firmen, die sich beteiligten, waren unter anderem Vorwerk, Knipex und die Wuppertaler Stadtwerke.

Die Auszubildenden bekamen natürlich auch Tipps von Lehrern und Ausbildern: „Diese haben aber nicht die Arbeit übernommen, sondern bei Rückfragen nur auf bestimmte Stellen hingewiesen, die eventuell nochmal genauer angeschaut werden sollen“, so Busmann. So konnte am Freitagvormittag jedes Team zeigen, was es gemacht hatte und es wurde auch abgestimmt, wer die beste Vorrichtung entwickelt hat.

Einer der Teilnehmer war Joris Nockor, der in der Firma Becker hospitierte. Seine Gruppe hatte eine Prägemaschine gefertigt, die verschiedene Symbole auf Papier prägen kann: „Das ist einfach fälschungssicher“, erklärte er. So hatte seine Gruppe verschiedene Aufsätze, die mit einem Magneten befestigt werden können, gebaut: „Wir waren bei einer guten Firma im Einsatz und das Team war auch gut“, resümiert Nockor.

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