Wuppertaler Arthotel keine Flüchtlingsunterkunft mehr

Stadtentwicklung : Arthotel bald keine Flüchtlingsunterkunft mehr

Die Bezirksregierung hat den Mietvertrag gekündigt.

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat den Vertrag für das Arthotel an der Bockmühle in Heckinghausen mit Wirkung zu Ende September 2019 gekündigt. Das teilte die Bezirksregierung am Freitag mit.

Im Dezember 2015 war das Gebäude als Zentrale Flüchtlingsunterbringungseinrichtung (ZUE) des Landes NRW angemietet worden. Seit 2017 stand es leer. Die Miete war trotzdem fällig. 72 000 Euro zahlt Düsseldorf dafür monatlich an den Eigentümer der Immobilie, die Bethe-Stiftung. Der Vertrag war bis 2025 abgeschlossen worden.

Als Grund für die Aufgabe der ZUE nennt die Bezirksregierung die rückläufige Anzahl von Flüchtlingen, die in NRW ankommen und untergebracht werden, bevor sie den Kommunen zugewiesen werden. Auch wenn die zukünftige Entwicklung der Flüchtlingssituation nicht eindeutig vorhersehbar ist, hält das Land einen Verzicht auf den Standort Arthotel für vertretbar.

Die Stadt will das Gebäude nutzen, um dort und in einem Neubau auf einem benachbarten Grundstück die siebte Gesamtschule der Stadt einzurichten. Deren Finanzierung ist aber noch nicht gesichert.

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