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Wuppertal will Masterplan

Wuppertal will Masterplan

Stadtentwicklungskonzept: Am 22. Januar sind die Bürger gefragt.

Wuppertal. An strategischen Papieren hat Wuppertal keinen Mangel. Um die Zukunft des Tals kümmern sich unter anderem Wuppertal 2025, die Nahverkehrsplanung, das Radverkehrskonzept, Klimaschutzkonzepte, das Einzelhandelskonzept, das Handlungsprogramm Brachflächen, das Grundsatz-Papier „Wuppertal — eine wachsende Stadt“ und viele mehr. „Wir haben 100 Einzelkonzepte zu verschiedenen Themen, aber keine umfassende Klammer“, sagt Oberbürgermeister Andreas Mucke. Diese Funktion soll das Stadtentwicklungskonzept übernehmen. Die Bürgerbeteiligung dazu startet am kommenden Montag, 22. Januar, ab 19 Uhr in der Aula der Laurentiusschule am Robert-Daum-Platz.

Die Stadtverwaltung will dabei von den Bürgern erfahren: Wie soll ich Wuppertal in den nächsten Jahren insgesamt weiterentwickeln? Wo sind die größten Potenziale? Und: Was soll geschützt und was verändert werden? Bei der Auftaktveranstaltung sollen die Teilnehmer etwa auf einer Wuppertalkarte drei Orte kennzeichnen, die aus ihrer Sicht so bleiben sollen, wie sie sind und drei weitere, bei denen die Bürger Handlungsbedarf sehen. Gearbeitet wird in Workshops.

Ende 2018, Anfang 2019 soll das Stadtentwicklungskonzept stehen. „Der erste Schritt ist die Bürgerbeteiligung, die wir ganz bewusst jetzt in der frühen Phase machen“, sagt Baudezernent Frank Meyer. Schließlich wolle man die Wuppertaler nicht schon mit ersten Ergebnissen konfrontieren, sondern ganz offen fragen.

Bei der Veranstaltung stellt sich den Bürgern auch das externe Planungsbüro vor, dass die Stadt bei dem mehr als einjährigen Prozess begleiten wird. Für die Erstellung des Stadtentwicklungskonzepts nimmt die Stadt 180 000 Euro in die Hand. Ziel ist ein integriertes Konzept, sprich ein Konzept, das die unterschiedlichen Handlungskonzepte der Stadt miteinander verzahnt. Und für die Stadt eine Gesamtstrategie definiert. Das sei, so Oberbürgermeister Andreas Mucke, auch wichtig für das Marketing einer Stadt.

Wer nicht bei der Auftaktveranstaltung dabei sein kann, erhält trotzdem die Möglichkeit, seine Stimme einzubringen. Das geht auf der neuen Homepage www.zukunft-wuppertal.de — aber auch über die Glück-App des Wuppertal-Instituts, per Mail oder Brief.