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Wuppertal will 100 Millionen Euro in 2019 verbauen

Bauarbeiten : Stadt will dieses Jahr 100 Millionen Euro verbauen

14 Millionen Euro sollen in den Bau von Kitas, sieben Millionen in den Bereich Kultur fließen. Schulprojekte bilden den Schwerpunkt.

Der Boom in der Baubranche wird 2019 anhalten. Ihren Beitrag dazu leistet die Stadt Wuppertal, die in den kommenden Monaten rund 100 Millionen Euro in den Bau und die Modernisierung öffentlicher Bauten stecken wird. Die Stadt verfügt über Gebäude mit einem Immobilienwert von rund einer Milliarde Euro, die vom Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal (GMW) verwaltet werden. Das Investitionsvolumen 2019 liegt weit über dem Schnitt vergangener Jahre, in denen das GMW maximal 60 Millionen Euro in die Bausubstanz steckte. In den Jahren der Finanzkrise lag die Summe weit darunter.

Am fehlenden Geld liegt es 2019 nicht, dass es auf manchen Baustellen nicht so schnell vorwärts geht, wie es sich die Stadt wünscht. Bei einigen Ausschreibungen wie zum Beispiel beim Radhaus am Döppersberg ging die Stadt sogar leer aus, da sich kein Bauunternehmer fand, der den Auftrag ausführen wollte. Dabei steht die Stadt unter Zeitdruck: Die Fördertöpfe sind gut gefüllt, aber die Programme, wie zum Beispiel das Landesprogramm „Gute Schule 2020“, mit einem Verfallsdatum versehen. Auf der Prioritätenliste des GMW rücken die Schulprojekte daher ganz nach oben.

Rund 60 Millionen Euro sollen in diesem Jahr allein in Schulen sowie in Turn- und Sporthallen verbaut werden. Der Neubau der Sporthalle Nevigeser Straße und die Fertigstellung der Kernsanierung und Modernisierung des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums sind zwei der herausragenden Maßnahmen. Für weitere elf große Schulbaumaßnahmen beginnt nun die kostenintensive Planung. Weitere Fortschritte soll es auch beim Bau des Stadtteilforums in der Gesamtschule Langerfeld, dem Berufskolleg am Haspel, dem Schulcampus an der Kruppstraße (Gesamtschule und Grundschule) und der Grundschule Nathrather Straße geben. „Unser Ziel ist, dass kein Cent der Fördersumme für „Gute Schule 2020“ verloren geht“, sagt Schuldezernent Stefan Kühn.

Öffentliche Bauvorhaben bringen viele Auflagen mit sich

Die geplanten Schulprojekte werden sich zum Teil bis in das Jahr 2022 ziehen. Ob der Zeitplan aufgeht, hängt nicht zuletzt von der Entwicklung der Baubranche ab. Die Stadt hat schlechte Karten im Vergleich zu privaten Bauträgern, denn die Bauunternehmen scheuen bei der guten Auftragslage die vielen Auflagen, die sie bei öffentlichen Bauvorhaben erfüllen müssen.

„14 Millionen Euro fließen 2019 in den Bau von weiteren Kitas, sieben Millionen Euro in den Bereich Kultur“, sagt Hans-Uwe Flunkert, Leiter des GMW. So steht zum Beispiel der Neubau der sechsgruppigen Tageseinrichtung für Kinder an der Bromberger Straße auf dem Plan. Vier Millionen Euro werden für Sportanlagen ausgegeben, darunter fällt der Ausbau der Sportanlage Grundstraße mit Kunstrasen und Tartanbahn. Zwei Millionen Euro sind für Feuerwehr-Gebäude eingeplant.

Ende November 2020 soll zur Feier des 200. Geburtstages von Friedrich Engels die Wiedereröffnung des Historischen Zentrums Wuppertal gefeiert werden. 2,5 Millionen Euro steckt das Wuppertaler Gebäudemanagement insgesamt in die Renovierung des Engels-Hauses. 9,7 Millionen Euro sind für den Neubau des Besucherzentrums – Ankerpunkt China NRW genannt – eingeplant. 4,65 Millionen Euro steuert das Land dazu bei. 2019 muss es am Engelsgarten einen großen Baufortschritt geben, sonst läuft der Stadt die Zeit davon und das große Geburtstagsfest zum Ende einer langen Veranstaltungsreihe müsste am 28. November 2020 auf einer Baustelle gefeiert werden.