Offen gesagt Körpernahe Dienstleistung: Wie die Elberfelder Innenstadt wertigen Einzelhandel verliert

Wuppertal · Im Dunstkreis der Poststraße macht Flanieren keinen Spaß mehr, meint WZ-Chefredakteur Lothar Leuschen.

lothar.leuschen@wz.de

[email protected]

Foto: Lothar Leuschen/Anna Schwartz

Es ist wieder geschehen. Wieder verabschiedet sich ein Einzelhändler aus Elberfeld. Diesmal gibt an der Schwanenstraße ein Geschäft für Freizeitbekleidung auf. Und wieder sind es die sattsam bekannten Gründe, die dazu führen, dass Wuppertals Handel einen wertigen Anbieter verliert. In der Hauptsache mag das tatsächlich daran liegen, dass es im Moment alles andere als ein Vergnügen ist, im Dunstkreis der Poststraße einkaufen zu gehen. Flanieren ist nicht möglich, weil die Konzentration mehr der Bodenbeschaffenheit gewidmet sein muss als den Auslagen in den Schaufenstern. In denen gibt es im Übrigen schon viel zu lange viel zu wenig, abgesehen von Mobiltelefonen, Shisha-Pfeifen, Süßwaren aus Überproduktion,  Billigmode und Firlefanz für einen Euro.