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Wuppertal wählt und weiß nicht wann

Wuppertal wählt und weiß nicht wann

Das Wuppertaler Wahlamt steht vor neuen Herausforderungen. Es muss zwei Wahlen zusammenzubringen, die unterschiedlicher nicht sein können.

Wuppertal. Das Wahljahr 2009 ist schon ein besonderes, das muss selbst ein routinierter Wahlmanager wie Dirk Fey vom Wahlamt im Rathaus zugeben. Mit der Terminlage fangen die Schwierigkeiten schon an. Während sich die Parteien und Kandidaten schon längst für die Rats- und Oberbürgermeisterwahl in Position bringen, steht der Termin für den Urnengang offiziell noch gar nicht fest.

"Wir gehen davon, dass am 7. Juni gewählt wird", erklärt Fey. Doch sicher ist das nicht. Bisher wird der Termin lediglich im Zusammenhang mit der Europawahl genannt. Und da die in NRW gemeinsam mit der Kommunawahl stattfinden soll, bereiten sich die Wahlämter landauf, landab auf den 7. Juni vor.

Sollte allerdings die SPD mit ihrem Widerspruch gegen den Wahlverbund Erfolg haben, steht der Termin erneut auf der Kippe und es würde - wie ursprünglich geplant - zum eigentlichen Ende der Legislaturperiode im Herbst gewählt. Dann sind allerdings auch Bundestagswahlen.

Die Zusammenlegung von Wahlen sind für die Kommunen weniger eine Kostenfrage, als vielmehr ein immenser Organisationsaufwand. Fey ist entschlossen, den Wuppertalern nur eine Wahlbenachrichtigung zu schicken. Doch das ist einfacher gesagt als getan. So können an den Wahlen zum Europaparlament Deutsche ab 18 Jahre teilnehmen. EU-Bürger aus dem Ausland werden auf Antrag ins Wählerverzeichnis aufgenommen.

Bei der Kommunalwahl hingegen dürfen schon 16-Jährige an die Urnen, darunter auch EU-Bürger mit Hauptwohnsitz in Wuppertal.