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Wuppertal: Überflieger am Lichtscheider Kreisel bald wieder befahrbar

Umbau des Lichtscheider Kreisels : Überflieger am Lichtscheider Kreisel bald wieder befahrbar

Ende des August soll der dritte und letzte Bauabschnitt begonnen werden.

Die Arbeiten zum Ausbau des Lichtscheider Kreisels sind offenbar im Plan. Noch in diesem Monat solle der derzeit laufende zweite Bauabschnitt an dem Verkehrsknotenpunkt der L 417/L 418 beendet werden, teilt die Stadtverwaltung mit. Ab dem 24. August soll dann der dritte und letzte Bauabschnitt folgen.

Bis zum Herbst 2021 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein – inklusive der witterungsbedingten Unterbrechungen in Winter und Frühjahr. Da derzeit aber mehrere Baukolonnen im Einsatz sind und unklar ist, wie stark der Winter ausfällt, könnte es auch sein, dass das Bauende um einige Monate nach vorne verlegt werden kann, heißt es in der Stadtverwaltung. Allerdings sei eine Prognose derzeit schwierig und gleiche einem „Blick in die Kristallkugel“.

Da die Maßnahmen im laufenden Betrieb stattfinden, ist es in den vergangenen Wochen gerade zu Rushhour-Zeiten zu längeren Staus gekommen. Wegen der Teilsperrungen mussten die Verkehrsteilnehmer mitunter längere Umwege in Kauf nehmen und in Schleifen um die Baustelle fahren – was wiederum die Verkehrsstockungen in dem Bereich noch verstärkte. Der Verkehr in Richtung Elberfeld wird derzeit über die Oberbergische Straße, die Müngstener Straße und die Obere Lichtenplatzer Straße umgeleitet. Der Kreisel wird damit sozusagen erweitert.

Der Überflieger soll bald wieder freigegeben werden

Mit dem Ende des zweiten Bauabschnitts soll nun auch der momentan gesperrte Überflieger von und nach Ronsdorf wieder freigegeben werden. Die Arbeiten konzentrieren sich auf den südlichen Bereich des Kreisels sowie die Fahrbahnen des Kreisverkehrs. Die Obere Lichtenplatzer Straße wird zwischen den Einmündungen Schliemannweg und Scharpenacker Weg auf der östlichen Seite erneuert. Zudem wird für den Radverkehr eine Umleitung eingerichtet, weil der Radweg entlang der L 417 saniert und gesperrt wird. Radfahrer im südlichen Bereich des Kreisels werden deshalb über den Schliemannweg und am Hundeübungsplatz umgeleitet. Die provisorischen Bushaltestellen bleiben wie bisher bestehen.

Die Kosten für den Ausbau des Kreisels, der im Mai begonnen hatte, betragen etwa fünf Millionen Euro. Das Geld kommt vom Land und wird vom Landesbetrieb Straßen NRW bereitgestellt. Der Ausbau wird nötig, weil dieser Bereich der Südtangente nach Ansicht der Stadt nicht mehr leistungsfähig und zudem stark belastet ist. Überdies soll der Kreisverkehr ausgebaut sein, bevor die Bauarbeiten auf der L 419 in Ronsdorf und der A 46 gestartet werden.

Geplant ist, den Straßenbelag im Kreisverkehr 60 Zentimeter tief zu entfernen und zu erneuern. Die Straße soll auf zwei Spuren verbreitert, die Beleuchtung erneuert und auch die Oberfläche der in dem Kreisel verbauten Brücken saniert werden.

In Ronsdorf hält sich die Kritik an den Baumaßnahmen derzeit offenbar noch in Grenzen. Die Verkehrsführung im Kreisel sei sicherlich „anfangs etwas gewöhnungsbedürftig“ gewesen, sagt Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes (SPD) der WZ. Zwar komme es vor allem nachmittags immer wieder zu Staus in dem Bereich, bislang sei die Kritik an den Baumaßnahmen aber noch überschaubar.