Lore Jackstädt ist gestorben: Wuppertal trauert um seine Ehrenbürgerin Lore Jackstädt

Lore Jackstädt ist gestorben : Wuppertal trauert um seine Ehrenbürgerin Lore Jackstädt

Die große Mäzenin mit Herz für Wissenschaft und Kultur ist am Donnerstag im Alter von 94 Jahren gestorben.

Es gibt in Wuppertal keine wichtige Auszeichnung, die sie nicht bekommen hätte. Und auch das Bundesverdienstkreuz sowie der Ehrenring der Stadt gehörten zu den Ehrungen, die ihr zuteil geworden sind. Lore Jackstädt hat jede einzelne davon zu Recht erhalten. Denn es gibt kaum einen Menschen, der sich um diese Stadt so verdient gemacht hat wie sie. Am Donnerstag ist die große Mäzenin mit Herz für Kultur und Wissenschaft gestorben. Sie wäre am 14. März 95 Jahre alt geworden.

Die Entwicklung Wuppertals ist in den vergangenen Jahren sehr eng mit dem Namen Jackstädt verbunden. An der Seite ihres 2005 gestorbenen Ehemanns Werner hat Lore Jackstädt den Papiergroßhandel des Schwiegervaters ab den 1950er Jahren zu einem Konzern entwickelt, der bis zu seinem Verkauf im Jahre 2002 weltweit mehr als 2000 Menschen beschäftigte. Nach dem Verkauf gründete das Ehepaar mit Kapital in Höhe von 200 Millionen Euro die Jackstädt-Stiftung, ohne die es vieles in Wuppertal nicht gäbe. Die Stiftung ist maßgeblich am Umbau der Nordbahntrasse beteiligt. Sie trägt folgerichtig den Namen Dr.-Werner-Jackstädt-Weg. Die Junior Uni existiert auch dank der großzügigen Unterstützung durch die Stiftung, das gilt ebenso für die Bühne des Schauspiels im Theater am Engelsgarten. Auch das Kinderhospiz im Burgholz und das Hospiz am Dönberg konnten und können sich wie das Von der Heydt-Museum und viele andere Einrichtungen auf die Stiftung als Partner verlassen.

Lore Jackstädt ist gestorben. Aber sie bleibt dieser Stadt wie ihr Mann Werner über den Tod hinaus erhalten. Die Jackstädt-Stiftung wird im Namen des so wohltätigen Ehepaares auch in Zukunft möglich machen, was ohne die Stiftung sicher nicht möglich wäre.

Mehr von Westdeutsche Zeitung