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Wuppertal: Transparente für die Langerfeldtrasse

Wuppertal : Transparente hängen auf der Langerfeldtrasse

Der Verein Neue Ufer wirbt für sein Projekt — und sieht die Stadt in der Verantwortung.

„Hier verläuft die Langerfeldtrasse“ ist drauf zu lesen. Oder auch „Es geht weiter“: Mit einer Banner-Aktion wirbt der Verein Neue Ufer für sein Projekt Langerfeldtrasse. Die Transparente wurden am Ende der Schwarzbachtrasse und auf der geplanten Trasse aufgehängt.

„Wir wollen den OB nicht aus der Verantwortung entlassen“, sagt Dajana Meier, Vorsitzende des Vereins Neue Ufer. Bekanntlich übt der Verein seit längerem Kritik an der Stadtverwaltung, die sich – aus seiner Sicht – zu wenig für den Ausbau der Trasse engagiere. Die Stadt wiederum spricht von Risiken, die sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingehen möchte.

Hintergrund ist, dass die Trasse durch einen Bahntunnel laufen soll, genauer durch eine Röhre. Die Deutsche Bahn will ihre Strecke im Bereich Spitzenstraße/Rauental nämlich modernisieren. Dort gibt es drei Tunnelröhren: Eine, die für die Langerfeldtrasse genutzt werden soll, und zwei, die die Deutsche Bahn für ihre Trasse benötigt und zu einem Tunnel zusammenlegen will.

Ursprünglich sollte die eine Röhre verfüllt werden. Davon wich die DB nach Gesprächen mit Stadt und Neue Ufer aber ab und machte so den Weg frei für die Langerfeldtrasse. Allerdings gab es ein Problem: Für das Planfeststellungsverfahren, das der Konzern nach eigener Aussage im März einleiten wollte, benötigte er die Zusage der Stadt, diese Röhre auf jeden Fall zu übernehmen. Die Zusage könne man zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht geben, hatte unter anderem Kämmerer Johannes Slawig mehrfach erklärt. Der Grund sei das finanzielle Risiko. Es stehe nicht fest, so die Stadt, ob das Projekt gefördert werde. Das sieht Neue Ufer allerdings anders.

Weil die Zusage nicht erfolgte, plant die Bahn jetzt erstmal doch mit einem verfüllten Tunnel. Das Aus für die Trassenpläne sei das aber nicht, bekräftigte der Konzern. Umplanungen seien jederzeit im Planungsprozess möglich – die Kosten müsste dann aber die Stadt tragen. est