Wuppertal-Steinbeck: Grünes Licht für Aldi-Erweiterung

Einzelhandel : Steinbeck: Grünes Licht für Aldi-Erweiterung

Der Discounter wächst um 150 Quadratmeter. Auch der Baumarkt Obi vergrößert die Außenverkaufsfläche.

Die Politik hat grünes Licht für die Änderung des Bebauungsplans 1065 - Steinbecker Meile gegeben. Dahinter stehen Pläne von Aldi, den Markt dort um 150 Quadratmeter zu vergrößern. Außerdem soll die Außenverkaufsfläche des Obi-Baumarktes um 160 Quadratmeter erweitert werden. Mit dem Satzungsbeschluss können die beteiligten Unternehmen bald loslegen. Wie es aus Aldi-Kreisen heißt, sei im Sommer mit dem Beginn der Arbeiten zu rechnen.

Die Pläne hatten in der zuständigen Bezirksvertretung (BV) Elberfeld-West zunächst kaum für Diskussionen gesorgt. Ende 2017 war der Aufstellungsbeschluss gefasst worden, einstimmig, bei nur einer Enthaltung der WfW. Bedenken gab es keine, da für die Vergrößerung nur ein paar Parkplätze wegfielen. Dazu passt auch, dass während der einmonatigen Offenlage der Pläne von Dezember 2018 bis Januar 2019 „keine planungsrelevanten Stellungnahmen vorgebracht“ wurden, wie es in der jüngsten Vorlage der Stadt hieß. Dies dürfte bei Bauvorhaben eher die Ausnahme sein.

Grüne: Ergebnisse des Klimaberichtes beachten

Doch in der jüngsten Sitzung der BV kam dann doch Kritik auf. Die Grünen sprachen sich zwar auch für die Planungen aus, wollten aber eine Ergänzung eingebracht haben. Die Änderung werde beschlossen. „Darüber hinaus wird die Verwaltung gebeten, in der weiteren Umsetzung des Verfahrens die Ergebnisse des Klimaberichtes zu berücksichtigen“, ist jetzt schriftlich fixiert.

Hintergrund sei, erklärt Kordulla Pfaller von der Grünen-Fraktion, dass im Januar im Umweltausschuss eine Betroffenheitsanalyse der Stadt Wuppertal zum Thema „Hitze in der Stadt“ vorgestellt wurde. Ausdrücklich darin erwähnt: das Quartier Arrenberg. Die Analyse dürfe man jetzt „nicht einfach ins Regal stellen“, wenn aktuell Bebauungspläne gemacht würden. Es seien Vorschläge gemacht worden, wie die Situation dort verbessert werden könne, sagt Pfaller, und nennt als Beispiele Neupflanzungen: Bäume, Sträucher, Bodendecker. Jetzt solle geschaut werden, wie diese Maßnahmen sich möglicherweise noch in die Planungen integrieren lassen.

Laut Dirk Kasten von der Stadt sei dies relativ schwierig zum jetzigen Zeitpunkt, denn das B-Plan-Verfahren sei praktisch abgeschlossen. Klimaschützende Festsetzungen werden in Zukunft aber immer wichtiger, betont er. Im aktuellen Fall handele es sich aber ohnehin schon um einen sehr zugebauten Bereich. Immerhin: Durch die Vergößerung des Aldi-Marktes käme noch eine Dachbegrünung hinzu. Wenn man es positiv sehe, so Kasten, also mehr Grün als vorher.

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