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Wuppertal: Spielplatzcontainer zieht aus der Mirke auf den Karlsplatz

Stadtentwicklung : Mobiler Spielplatz zieht auf den Karlsplatz

Am Samstag ist Eröffnung. Areale, die bisher eher kinderunfreundlich waren, sollen belebt werden. Im Frühjahr ist die nächste Station der Berliner Platz.

Der Spielplatzcontainer vom Bahnhof Mirke bekommt ein neues Domizil: Am kommenden Samstag, 28. August, ist um 11 Uhr am Karlsplatz die „Neueröffnung“, kündigt Dörte Bald vom Team der Alten Feuerwache an. Die Einrichtung an der Gathe hatte gemeinsam mit der Utopia­stadt das Projekt Spielplatzcontainer im Frühjahr vorangetrieben.

Erdacht und hergestellt hat ihn eine süddeutsche Firma, die Spielplätze in Gebieten wie dem Westjordanland oder Gaza aufbaut, wie David J. Becher von der Utopiastadt damals erklärte. Gesponsert wurde er von der Firma Knipex. Von Anfang an sei aber klar gewesen, betonen Bald und Becher, „dass der Container wandern wird, an Plätze, wo es bislang wenig für Kinder gibt“.

Eröffnung am Samstag
mit Musikprogramm

Und der Karlsplatz, das werden sicher viele bestätigen, ist bislang eher wenig kinderfreundlich. Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, ist die Rede davon, dass das Areal direkt neben der Rathaus-Galerie – die auch schon bessere Jahre gesehen hat – belebt werden soll.

„Es ist jetzt ein Experiment“, sagt Bald. Kinder der Alten Feuerwache und der Kulturwerkstatt werden den Container am Samstag einweihen. „Die Kinder laden mit eigenen Songs zum Spielen, Tanzen und Malen ein“, kündigt Bald an.

Die nächste Station steht auch schon fest: Im Frühjahr wandert der mobile Spielplatz dann weiter auf den Berliner Platz nach Oberbarmen. Der CVJM um Bernd Schäckermann „hat schon Interesse angemeldet“, weiß Bald.

Der erste Standort mit dem Karlsplatz „passt schon sehr gut“, sagt Becher. Die kleinen Besucher dort können sich auf eine Boulderwand, Rutsche und Klettermöglichkeiten freuen. „Ich bin gespannt, wie das wird“, sagt Becher. Der Karlsplatz habe solche Chancen zum Spielen sicher dringender nötig als der Bahnhof Mirke.

Zumal der Platz auf und am Utopiastadtcampus jetzt auch eng geworden wäre. Bis Ende September muss das Gelände abgeräumt sein, damit die Vorarbeiten für den Solar Decathlon, den internationalen Wettbewerb für nachhaltiges Bauen, starten können.

„Am Montag war schon großer Umzugstag“, erzählt Becher. Die Farmbox, in deren Aquaponik-Anlage Gemüseanbau betrieben wird, hat ihre Heimat zum Beispiel auf dem Gelände der dem Bahnhof vorgelagerten Hebebühne gefunden. Und auch die Mirker Schrauba, die Fahrradwerkstadt der Utopiastadt, ist jetzt dort zu finden.