Gesellschaft und Soziales Wuppertal: Sozialkürzungen würden auch Suchtkranke bedrohen

Wuppertal · Jobcenter sollten Angebote reduzieren – dadurch würden wichtige Bausteine der Stabilsierung fehlen.

  Fallen Arbeitsangebote weg, fallen Suchtkranke oft wieder in gewohntes Verhalten zurück.

Fallen Arbeitsangebote weg, fallen Suchtkranke oft wieder in gewohntes Verhalten zurück.

Foto: dpa/Boris Roessler

Die Wuppertaler Hilfestellen für Suchtkranke sind erleichtert, dass der Haushaltsauschuss der Bundesregierung die geplanten Kürzungen im Sozialbereich zurücknehmen wird. Ursprünglich war für 2024 für die Jobcenter eine Kürzung um 500 Millionen Euro vorgesehen, nun sind zusätzliche 750 Millionen Euro beschlossen worden. Die Beratungsstellen hatten in den vergangenen Wochen an landesweiten Protesten teilgenommen, unter anderem vor dem Wuppertaler Rathaus. Die Sorge bestand darin, dass ihre Klienten ab dem kommenden Jahr erheblich stärker belastet sein könnten, da die Sparmaßnahmen auch zu Einschränkungen in der beruflichen Integration und Reintegration geführt hätten, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom Caritasverband, dem Blauen Kreuz, dem Freundes- und Förderkreis Suchtkrankenhilfe und der Beratungsstelle für Drogenprobleme in Wuppertal.