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Wuppertal: Seniorin in Wohnung ausgeraubt – Warnung vor Trickbetrügern

In Barmen : Seniorin in eigener Wohnung ausgeraubt – Wuppertaler Polizei warnt vor Trickbetrügern

In Barmen wurde eine Seniorin am Montag (16. Mai) Opfer eines Trickbetrügers. Wie sich mögliche Opfer schützen können, erklärt die Wuppertaler Polizei.

Am Dienstag berichtete die Wuppertaler Polizei von einem Raub in Barmen. Hier hatte bereits am Montag (16. Mai) gegen 13 Uhr ein Mann an einem Wohnhaus geklingelt und sich dabei als Mitarbeiter der Wasserwerke ausgegeben.

Unter dem Vorwand, sich den Wasseranschluss im Haus anschauen zu müssen, verschaffte er sich mit dieser Strategie Einlass in die Wohnung einer Seniorin. Dort zeigte die 80-Jährige dem Unbekannten die Anschlüsse im Badezimmer. Doch als sie den Raum wieder verlassen wollte, versperrte der Mann den Weg zur Tür. Als er diesen nach einiger Zeit wieder frei gab, die Wohnung verließ und sich in unbekannte Richtung entfernte, bemerkte die Frau wenig später, dass Wertgegenstände und Geld fehlten.

Gegenüber den Ermittlern konnte das Opfer des dreisten Trickbetrugs den Mann wie folgt beschreiben: So sei dieser von großer und stämmiger Statur. Er hatte schwarze Haare, war dunkel gekleidet und trug einen Mund-Nasen-Schutz.

Zeugen, die Hinweise zum Verbleib des Mannes geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden, unter: 0202/284-0

Polizei Wuppertal: So schützen Sie sich am besten vor dreisten Trickbetrügern

Um sich vor falschen Wasserwerkern und anderen Trickbetrügern an der eigenen Haus- oder Wohnungstüre zu schützen, gibt die Wuppertaler Polzei zehn Tipps:

1. Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel.

2. Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.

3. Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe.

4. Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür gegenseitig Beistand zu leisten.

5. Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an. Suchen Sie deren Telefonnummer selbst heraus.

6. Denken Sie daran: Banken, Sparkassen, Polizei oder andere Behörden schicken Ihnen nie „Geldwechsler“ oder „Falschgeld-Prüfer“ ins Haus. Verständigen Sie über das Auftauchen derartiger Personen umgehend die Polizei.

7. Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke.

8. Nehmen Sie für Nachbarn nichts ohne deren ausdrückliche Ankündigung entgegen, zum Beispiel Nachnahmesendungen oder Lieferungen gegen Zahlung.

9. Geben Sie keine Unterschrift für angebliche Geschenke oder Besuchsbestätigungen.

10. Wechseln Sie niemals Geld an der Haustür. Sie könnten - beispielsweise durch Falschgeld - betrogen werden.

(mei)