Wuppertal: Schwebebahn steht stundenlang - Mann klettert auf Gerüst

Rettungseinsatz : Schwebebahn steht stundenlang still - Polizeibekannter Mann klettert auf Gerüst

Ein Mann ist in Wuppertal auf das Gerüst der Schwebebahn geklettert und hat den kompletten Betrieb lahmgelegt. Gerüchte über eine gesprungene Person stimmen laut WZ-Infos nicht.

Zwangspause für die Schwebebahn: Ein Mann hat am Samstagabend gegen 20.30 Uhr den Betrieb lahmgelegt, in dem er nahe der Haltestelle Alter Markt auf das Schwebebahn-Gerüst geklettert ist. Er wollte sich damit wohl der Kontrolle eines Zivilbeamten entziehen, wie die Polizei auf WZ-Anfrage bestätigte. Gegen den Mann liege ein Haftbefehl vor.

Als der Mann auf das Gerüst kletterte, wurden Verstärkung und Feuerwehr alarmiert, ein ausgebildeter Verhandlungsführer der Polizei aus Dortmund hinzu geholt. Er konnte den Mann schließlich gegen 22.45 Uhr davon überzeugen, wieder vom Gerüst herunterzukommen. Der Mann war zu diesem Zeitpunkt unverletzt und wurde im Anschluss in einer psychiatrische Einrichtung untergebracht. Die Wuppertaler Stadtwerke nahmen den Betrieb erst am Sonntagmorgen wieder auf. Für die Dauer des Einsatzes war die B7 in Richtung Elberfeld gesperrt.

Gerüchte über zweite Person in den Sozialen Medien

In den sozialen Medien geht das Gerücht um, dass eine zweite Person auf das Gerüst geklettert wäre und gesprungen sein soll. Das Gerücht ist nach Informationen der WZ falsch. Auch das Gerücht, dass es sich bei dem Mann um dieselbe Person handelt, die zuletzt eine Scheibe der Schwebebahn eingeschlagen hatte, bestätigte die Polizei auf WZ-Anfrage nicht.

Schaulustige behindern Rettungseinsatz

Während des Rettungseinsatzes behinderten sehr viele Schaulustige den Einsatz der Rettungskräfte und der Polizei. Eine Hundertschaft wurde hinzugerufen um die Leute zurückzudrängen, teilweise wurden dabei sogar Polizeihunde eingesetzt.

(red)
Mehr von Westdeutsche Zeitung