Wuppertal: Schlag gegen Drogenhandel am Berliner Platz

Kriminalität : Wuppertal: Schlag gegen Drogenhandel am Berliner Platz

Die Polizei hat in Oberbarmen zwölf Personen vorläufig festgenommen.

Den Ermittlern ist heute ein großer Schlag gegen mutmaßliche Drogenhändler im Umfeld des Berliner Platzes gelungen. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Seit heute (Donnerstag, 9. Mai), 5 Uhr, seien Beamte im Einsatz, hätten zwölf Verdächtige vorläufig festgenommen, mehrere Kilo Drogen und mehrere 1000 Euro Bargeld sichergestellt.

Der Einsatz sei das Ergebnis von monatelangen Ermittlungen der „EK Rosenau“. Seit Januar habe die Polizei gegen eine Gruppe von Personen ermittelt, die sie des Drogenhandels am Berliner Platz und in benachbarten Straßen verdächtigte, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Am heutigen Donnerstag hätten Beamte der EK Rosenau und eine Staatsanwältin zehn Wohnungen sowie Keller und Garagen durchsucht.

Gefunden wurden zwei Kilo Haschisch, 4,6 Kilo Heroin, 3,2 Kilo Amphetamin und 40 Gramm Kokain.

Gegen zehn Männer im Alter von 30 bis 51 Jahren und zwei Frauen im Alter von 37 und 54 Jahren besteht der Verdacht, an Beschaffung, Lagerung oder Verkauf der Drogen beteiligt gewesen zu sein. Sämtliche Beschuldigte wurden vorläufig festgenommen. Es ist noch nicht entschieden, ob und gegen wen Haftbefehle beantragt werden. Die umfangreichen Ermittlungen dauern an.

Die EK Rosenau wurde 2017 eingerichtet, um die Kriminalität am Berliner Platz zu bekämpfen. Es gab auch bereits Verurteilungen: So wurden unter anderem im März eine Gruppe von sieben jungen Männer zwischen 22 und 29 Jahren zu Haft- und Bewährungstrafen verurteilt, die auf dem Berliner Platz Marihuana verkauft hatte, auch an Jugendliche. Auch eine Gruppe von vier jungen Männer wurde wegen Straßenhandels mit Drogen zu zwei Haft- und zwei Bewährungsstrafen verurteilt.

Um weiter effektiv gegen die Kriminalität um den Berliner Platz vorgehen zu können, wird über den Einsatz eines „Staatsanwalts vor Ort“ diskutiert. Das bedeutet, dass bei der Staatsanwaltschaft eine Person alle Delikte in dem Bereich bearbeitet und Ansprechperson für Polizei, Anwohner und Mitarbeiter des Ordnungsamts ist. Normalerweise kümmern sich unterschiedliche Personen um verschiedene Delikte, auch werden Erwachsene und Jugendliche von unterschiedlichen Personen behandelt.

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