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Wuppertal: Sankt-Michael-Schule bekommt neue Toiletten

Schulentwicklung : Wuppertal: Sankt-Michael-Schule bekommt neue Toiletten

Arbeiten haben in den Sommerferien begonnen und sollen bis Ende Oktober abgeschlossen werden. Übergangsweise wird eine Sanitärcontaineranlage aufgestellt.

Sie sind dunkel, eng, unansehnlich und präsentieren sich so schon seit 1968. Jetzt winkt den WC-Räumen der Sankt-Michael-Schule an der Leipziger Straße aber eine umfassende Sanierung. Die Kosten betragen rund 230.000 Euro. Los ging es bereits in den Sommerferien.

Dabei wurde es in den ersten Wochen zunächst einmal sehr laut. Denn zur Entfernung aller vorhandenen Schadstoffe müssen die Räume in ihren Rohbauzustand zurückgesetzt werden. Fliesen, Putz und Bodenaufbauten werden abgebrochen. Und da auch die Abwasserleitungen, die unter der Bodenplatte verlaufen, erneuert werden sollen, muss auch diese teilweise aufgebrochen werden. Wegen des entstehenden Lärms und weil die Drei-Kammer-Schleusen, die zur Schadstoffsanierung eingerichtet werden müssen, die erforderlichen Fluchtwege beschränken, können die Abbrucharbeiten nur in den Ferien durchgeführt werden.

Da die Grundschule außer den WC-Räumen im Erdgeschoss über keine weiteren Toiletten verfügt, wird für das neue Schuljahr übergangsweise eine Sanitärcontaineranlage auf dem Schulhof errichtet. Ziel ist es, die Arbeiten Ende Oktober, nach den Herbstferien, abgeschlossen zu haben.

Den Möglichkeiten zur Umgestaltung werden unter anderem durch den Denkmalschutz enge Grenzen gesetzt. Ein größerer Abbruch von Wänden in dem 1926 errichteten Gebäude kommt nicht in Frage. Durch die Verlagerung eines Putzmittelraums schaffen die Planungen des Gebäudemanagements der Stadt Wuppertal (GMW) trotzdem Raum für eine zusätzliche Kabine mit Tageslicht im Mädchen-WC. Im zum Teil unter der Treppe gelegenen Jungen-WC wird im Zuge der Sanierung die Rundung der Brüstung des ovalen Innenfensters wiederhergestellt. Die Innenseiten der vorhandenen Fenster werden wie die Bestandstüren aufgearbeitet beziehungsweise gestrichen. Sichtbare Leitungen werden verkleidet.

Eine der vielen Herausforderungen stellt der niedrige Bodenaufbau dar. Um die heute geforderte Abdichtung zu erreichen, wird für den Estrich kein Zement, sondern Gussasphalt verwendet. Raum- und Kabinenwände präsentieren sich in hellem Grau, die Kabinentüren im Mädchen-WC sind orange, im Jungen-WC hellgrün. Für weitere Farbtupfer sorgt eine umlaufende Bordüre. Statt der bisherigen Stand- werden Wand-WCs aufgehängt. GMW-Produktmanagerin Anke Heinemann: „Die neuen WC-Anlagen werden sich hell, ansprechend, reinigungsfreundlich und so geräumig präsentieren, wie sich das im Bestand umsetzen lässt.“