Wuppertal: Reizgas an Realschule Hohenstein versprüht - 36 Verletzte

Reizgasanschlag in Wuppertal : Reizgas-Einsatz an Realschule Hohenstein - 36 Verletzte

Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst an der Realschule Hohenstein am Mittwoch Mittag. Im Gebäude wurde vermutlich Reizgas versprüht. Nach ersten Angaben klagen 36 Betroffene über Beschwerden. Die Schule war bereits 2017 betroffen.

„Reizgaseinsatz an der Schule Hohenstein, hieß es am Mittwoch um 12.25 Uhr in einer Schnellmeldung der Feuerwehr. Nach ersten Vermutungen wurde in dem Gebäude Reizgas versprüht. „Wir haben derzeit 36 Betroffene gezählt, die über Beschwerden klagen“, hieß es um 13 Uhr. Die Rettungskräfte, die in großer Zahl vor Ort seien, waren vollauf damit beschäftigt, sich um diese zu kümmern. Mehrere Schüler klagten über Reizungen in den Augen und in den Atemwegen. „Die Betroffenen wurden vom Rettungsdienst untersucht und behandelt. Neun Personen wurden in Krankenhäuser transportiert“, lautete später die Bilanz der Feuerwehr.

Die hatte gegen 12 Uhr zunächst nur einen Rettungswagen zur Realschule entsandt, um dort eine gestürzte Person zu versorgen. Dabei bemerkte die Besatzung des Rettungswagens dann einen unangenehmen, reizenden Geruch im Gebäude und alarmierte daraufhin weitere Einsatzkräfte. Das Gebäude wurde mit Überdrucklüftern belüftet. Neben den Kräften des Rettungsdienstes und der Berufsfeuerwehr waren auch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Hilfsorganisationen im Einsatz.

Die Schule wurde geräumt. Die Straße Hohenstein war für längere Zeit gesperrt. Foto: Tim Oelbermann

Für den Einsatz wurden die Straße Hohenstein vor der Schule sowie die Straße Zur Schafbrücke gesperrt.

Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei arbeiteten beim Großeinsatz an der Schule Hohenstein zusammen. Foto: Tim Oelbermann

Hinsichtlich der Ursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

Auch die Straße zur Schafbrücke wurde für den Einsatz gesperrt. Foto: Tim Oelbermann

An der Realschule Hohenstein hatte es am 12. Juni 2017 bereits einen ähnlichen Vorfall gegeben. Damals erlitten nach Angaben der Polizei 18 Schüler Verletzungen, überwiegend Reizungen und Atemwegsbeschwerden. Drei Schüler mussten ins Krankenhaus gebracht werden, die übrigen 15 Mitschüler mit leichteren Reizungen wurden vor Ort im Rettungswagen versorgt.

(gh)
Mehr von Westdeutsche Zeitung