Wuppertal: Polizei löst "Parking Day"-Aktion im Luisenviertel auf

Fahrradstadt : Polizei löst Aktion der Radfahrer am Freitag auf

Aktivisten hatten einige Parkplätze an der Friedrich-Ebert-Straße umgenutzt.

Schon am Freitag, zum internationalen Parking Day, haben Radfahrer des ADFC Wuppertal und der Initiative Fahrradstadt Parkplätze an der Deutschen Bank an der Friedrich-Ebert-Straße umgenutzt. Sie haben Fahrräder geparkt, Sitzplätze und Blumenkästen aufgestellt und zeigen wollen, „was man mit Parkplätzen noch alles machen könnte“, so Christoph Grothe von der IG Fahrradstadt. Die Aktion wurde aber durch die Polizei aufgelöst.

Lorenz Hoffmann-Gaubig vom ADFC Wuppertal, sagt, man habe von 10 Uhr morgens an dort gestanden, um 15 Uhr sei die Polizei gekommen und habe die Aktion aufgelöst.

Die hat nach Aussage der Polizei die Aktion als Versammlung mit politischem Charakter gewertet und die hätte angemeldet werden müssen. Die Polizei hat als Kompromiss einen Ersatzort für die Versammlung vorgeschlagen – auf einem Teil der Fußgängerzone an der Kasinostraße.

Für die Aktivisten war das unpassend. Sie haben die Aktion gestartet, weil die Stadt ihren Parking Day auf Samstag in Seitenstraßen der Nordstadt verlegt hatte. Sie wollten am passenden Tag Parkplätze besetzen im Herzen der Stadt.

Die Radfahrer hatten Parktickets gekauft und sich im legalen Rahmen gesehen. Angesichts der Klimademonstration am Freitag und der Debatten um Verkehrswende, sei das doch unangemessen, so Christoph Grothe. Die Polizei müsse doch nicht mit mehreren Leuten kommen, „um sechs Parkplätze zu verteidigen“. ecr

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