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Wuppertal: Neuer Kriminaldirektor

Polizei : Neuer Kriminaldirektor

Dietmar Kneib will Wuppertal sicherer machen.

Er arbeitet bereits zwei Monate in Wuppertal, jetzt stellte Polizeipräsident Markus Röhrl ihn offiziell vor: Dietmar Kneib (57) ist neuer Leitender Kriminaldirektor im Polizeipräsidium.

Röhrl betonte, Kneib sei unter den Kandidaten sein Wunschkandidat gewesen, und auch Kneib selbst sagte, er habe mit der Stelle in Wuppertal seine Wunschposition. Er finde zwar eine gut aufgestellte Behörde vor, werde sie trotzdem neu auf aktuelle Anforderungen ausrichten. Dazu gehört, den Dienststellen in Remscheid und Solingen einige Aufgaben abzunehmen, damit die Beamten dort wieder genug Zeit für die Arbeit vor Ort haben. „Ein Betrugsspezialist muss nicht in Solingen sitzen“, nennt er ein Beispiel.

In Wuppertal will er besonderes Augenmerk auf die Straßenkriminalität richten – auch weil das Thema wichtig für das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger ist. Positives Beispiel sei die Ermittlungskommission Rosenau, die den Straftätern am Berliner Platz das Leben schwer macht. So wie dort will er weiter mit anderen Behörden zusammenarbeiten, mit der Stadt, dem Zoll und der Steuerfahndung. Markus Röhrl verwies auf ihre „Präsenz-Konzeption“: „Je mehr uniformierte Polizisten auf der Straße sind, desto höher ist das subjektive Sicherheitsgefühl“. Dazu zähle auch die Mobile Wache.

Einbrüche sollen weiter Schwerpunkt bleiben, auch wenn die Zahlen inzwischen zurückgehen. „Einbrüche belasten, weil die Menschen zu Hause betroffen sind“, machte Kneib klar. Zunehmend wichtiger werde das Thema Betrug, unter anderem als Enkeltrick.

Auch Clankriminalität steht auf Kneibs Agenda, die sei vor allem in Solingen zu finden. „Unsere Botschaft ist: Wir akzeptieren keine Parallelgesellschaft“. Gegen diese will er einerseits Nadelstiche mit Razzien und Kontrollen setzen, um mit den gewonnen Erkenntnissen andererseits gezielt gegen sie vorgehen zu können. Im Bereich Kinder- und Jugendkriminalität setzt er vor allem auf Prävention, will aber bei Jugendlichen, bei denen die Prävention nicht greift, auch mit Härte reagieren.

Kneib erklärte: „Mein persönliches Ziel ist: Ich möchte mitarbeiten daran, dass Wuppertal, Solingen und Remscheid objektiv sicherer werden.“