Wuppertal: Mila und Milan sind die beliebtesten Vornamen 2019

Statistik : Mila und Milan sind die beliebtesten Vornamen

Die Wuppertaler lieben es vielfältig. Nimmt man die verschiedenen Schreibweisen zusammen, liegt bei den Jungen Mohamed vorn.

Mila und Milan sind die beliebtesten Vornamen 2019 in Wuppertal gewesen. Das geht aus einer Liste der Stadt hervor. Insgesamt 3100 Kinder wurden demnach im vergangenen Jahr (1. Januar bis 12. Dezember 2019) in Wuppertal beurkundet. Ein Blick auf die absoluten Zahlen zeigt: Die Eltern in unserer Stadt lieben es vielfältig, wie auch Stadtsprecherin Kathrin Petersen bestätigt. 842 unterschiedliche Mädchen- und 821 Jungennamen gibt es. Jeweils gut 600 weibliche und männliche Vornamen sind nur einmal in der Liste aufgeführt.

Und auch, wenn Mila der am häufigsten gewählte Vorname ist, heißen nur 26 Mädchen so. Emilia (22) und Mia (20), der Sieger in 2018, folgen auf den Plätzen. Auch bei den Jungen sind die Namen breit verteilt. 20 Milans gibt es neu seit vergangenem Jahr, dahinter wird es eng mit Ben (19), Adam, Noah (je 18), Leon (17) und Elias (16). Erwähnenswert: Milan ist ein echter Newcomer. 2018 tauchte er nicht einmal in der Top Ten auf. Eine weitere Erkenntnis: Die bundesweit 2019 beliebtesten Vornamen Emma und Ben sind auch in Wuppertal relativ beliebt.

Kein „Greta-Boom“ in Wuppertal

In der Liste und vielen Namen schlägt sich auch die Tatsache nieder, dass Wuppertal mit fast 41 Prozent den höchsten Migrationsanteil in ganz NRW hat. Muhammed, Mohammed und Mohamed kommen zum Beispiel zusammen auf 24 Nennungen.

Ein „Greta-Boom“ aufgrund der Klimaaktivistin, den es wohl in einigen Städten 2019 gegeben hat, lässt sich für Wuppertal dagegen nicht beobachten: Nur drei Gretas erblickten hier das Licht der Welt.

Foto: WZ

Aber auch, wenn die Bandbreite recht groß ist und einige Namen doch eher exotisch anmuten: Richtige „Ausfälle“ gibt es nach Auskunft der Stadt nicht. Keine Schaklins, Matt-Eagles oder Eitelfritz, die an anderen Standesämtern  in den vergangenen Jahren angenommen wurden — und für den so Benannten eher zum Fluch werden dürften.

Ausgefallene Namen gibt es aber auch in Wuppertal: Cloud (als Jungenname), Diego-Lionel, dessen Eltern mit ziemlicher Sicherheit große Fans des argentinischen Fußballs sein dürften, oder Treasure (als Mädchenname) seien stellvertretend genannt. Welche Vorschläge das Wuppertaler Standesamt abgelehnt hat, darüber konnte die Stadt keine Auskunft geben.

Viele Klassiker sind im vergangenen Jahr übrigens verschwunden. Andreas wurde im vergangenen Jahr nur noch einmal gewählt. Thomas gibt es sogar nur noch als Zweitname.

Ungebrochen ist grundsätzlich der Trend zum Zweitnamen. „Die Zahlen sind über die vergangenen Jahre konstant“, sagt Petersen. 366 Mädchen und 392 Jungen tragen einen Zweitnamen. Die Top Drei: 1. Sophie (31),  Alexander (14); 2. Marie (28), Maximilian (9); 3. Maria (16), Ali/Samuel (je 7). Einige Namen wie Emilia und Alexander schafften es sogar in die Top Ten bei Erst- und Zweitnamen. Das reicht vielen Eltern aber nicht: Je gut 50 Mädchen und Jungen tragen einen Drittnamen. Sogar vier und mehr Vornamen kommen vor, so Petersen.