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Wuppertal: Laurentiusplatz ab 2. Oktober autofrei

Verkehr : Laurentiusplatz ab 2. Oktober autofrei

Oberbürgermeister und Bezirksbürgermeister eröffnen am Samstag um 13 Uhr den „autofreien Laurentiusplatz“. Verkehrsversuch läuft über ein Jahr.

Am kommenden Samstag, 2. Oktober, werden Oberbürgermeister Uwe Schneidewind (Grüne) und Bezirksbürgermeister Thomas Kring (SPD) um 13 Uhr offiziell den „autofreien Laurentiusplatz“ eröffnen: Die Verwaltung setzt den Beschluss der Bezirksvertretung Elberfeld um und sperrt für zunächst ein Jahr einen gut 85 Meter langen Abschnitt der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Laurentius- und Auer Schulstraße für Autos und Lkw. Der Laurentiusplatz wird also im Prinzip vergrößert. „ Und wir hoffen auf noch einige sonnige Herbsttage, damit die Wuppertalerinnen und Wuppertaler den wunderbaren Platz ohne Autoverkehr genießen können“, schrieb Schneidewind am Dienstag bei Facebook.

Der Verkehrsversuch wird über zwölf Monate von der Polizei und vom Ordnungsamt begleitet, aber auch von der Politik. Für Samstag werden nun die dazugehörigen Verkehrsschilder aufgestellt. Außerdem sollen Piktogramm aufgetragen werden. Sollte das wetterbedingt nicht möglich sein, tritt die neue Regelung aber trotzdem ab Samstag in Kraft. „Die Schilder sind maßgeblich“, so Stadtsprecherin Martina Eckermann.

Über die Erfahrungen mit der Neuregelung soll auch regelmäßig die Bezirksvertretung auf dem Laufenden gehalten werden. Und: Die Bürger sollen, so hatte die Politik beschlossen, während des Prozesses beteiligt werden. Aktuell erarbeitet die Verwaltung entsprechende Modelle.

Die Stadt hatte sich erfreut über die Entscheidung der Bezirksvertretung gezeigt. „In einem produktiven Abstimmungsprozess zwischen Bezirksvertretung, Verwaltung und Anliegern ist es mit der jetzt gefundenen Lösung gelungen, eine Umsetzung zu finden, die moderner Verkehrspolitik und den Anlieger-Interessen gerecht wird und insbesondere die Aufenthaltsqualität auf diesem für Elberfeld ganz besonderen Platz erheblich erhöht,“ lobte Oberbürgermeister Uwe Schneidewind. „Der gute Prozess und die Entscheidung schaffen eine hervorragende Grundlage dafür, die Wuppertaler Verkehrspolitik in den kommenden Monaten und Jahren auch insgesamt zukunftsgerecht weiterzuentwickeln.

Der Oberbürgermeister dankt allen Beteiligten. „Ich freue mich auch, dass nach dem im Frühjahr gefassten Plan so schnell bereits eine Umsetzung in Sicht ist.“

Noch offen war zunächst, wie lang der Test laufen soll. Darüber stimmte die BV im August separat ab. Bei einer Gegenstimme entschied sich das Gremium für ein Jahr. Das sei wichtig, um einen umfassenden Eindruck zu bekommen. So sollen zum Beispiel die Erfahrungen, wie die Neuregelung bei Veranstaltungen wie etwa dem Mittelaltermarkt - wenn er denn stattfindet - in eine Bewertung des Tests einfließen. est