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Wuppertal: Kundgebung nach Brand in Moria

Mehr als 100 Menschen sagen: „Wir haben Platz“ : Kundgebung nach Brand in Moria

Der Verein Seebrücke hatte für Mittwoch zur einer Kundgebung am Döppersberg aufgerufen. Er reagierte damit auf den Brand des Flüchtlingslagers Moria. Sie fordern, dass Wuppertal Menschen aufnimmt.

Der Verein Seebrücke hatte für Mittwoch zur einer Kundgebung am Döppersberg aufgerufen. Er reagierte damit auf den Brand des Flüchtlingslagers Moria auf der griechischen Insel Lesbos, das seit langem überfüllt ist und dessen Einwohner zuletzt unter einem Corona-Ausbruch zu leiden hatten.

Der Verein fordert eine eindeutige Positionierung von der Stadt, Menschen aus dem Lager aufzunehmen. Der Verein hatte über Soziale Medien Wuppertaler zur Teilnahme aufgefordert und dazu, einen Stuhl mitzubringen, um zu symbolisieren: Wir haben Platz. Damit folgt der Verein dem Vorbild aus Berlin, wo 13 000 Stühle vor dem Reichstag aufgestellt wurden.

150 Menschen kamen laut Veranstalter in Wuppertal zusammen, laut Polizei bis zu 120. Unter den Teilnehmern waren Mira Lehner und Bernhard Sander, die für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren.

Der Verein erklärte: „Europa hat jahrelang versagt! Das Ganze ist ein trauriges, aber erwartbares ‚Ergebnis’ von fünf Jahren katastrophaler unmenschlicher EU-Asyl- und Migrationspolitik. Wir haben immer wieder davor gewarnt, dass etwas Schreckliches passieren könnte. Wir haben immer wieder eine Lösung gefordert! Und wir fordern auch und gerade jetzt die sofortige Evakuierung der Menschen aus dem Camp Moria und aller Lager an den EU-Außengrenzen.“ ecr