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Wuppertal: Josefsfigur steht wieder am Krankenhaus St. Josef

Restaurierung : Josef steht wieder in der Krankenhaus-Grotte

Die Heiligenfigur wurde ein halbes Jahr lang von Dajana Meier restauriert.

Mehr als 160 Jahre lang hatte die Witterung der Josefsfigur auf dem Gelände des Krankenhauses St. Josef zugesetzt. Der Namens- und Schutzpatron hatte kaum noch Farbe, der Kopf des Jesuskindes auf seinem Arm war bereits kaputt. Nach einer Res­taurierung steht er jetzt runderneuert in der Grotte unterhalb der Reitbahnstraße.

Die Arbeiten an der Figur haben ungefähr ein halbes Jahr gedauert. Dajana Meier, Vorsitzende des Vereins Neue Ufer, hat sie kostenlos für das Krankenhaus durchgeführt. Ein weiteres halbes Jahr wurde die Grotte repariert, die an manchen Stellen undicht war.

Nachdem die Josefsfigur zurückkehren konnte, wurde sie von Stadtdechant Bruno Kurth gesegnet. An der Zeremonie nahm auch Hans Osterberg teil, der sich ehrenamtlich um die Grotte kümmert und sie regelmäßig mit frischen Blumen und Kerzen schmückt. Das hat er der vorletzten Borromäerin vor Ort versprochen: Die Ordensschwestern hatten im November 1855 die Krankenpflege am „Kapellchen“ übernommen, wie das Krankenhaus St. Josef auch genannt wird, und die Figur kurze Zeit später aufgestellt.

Wenn Osterberg ehrenamtlich Patienten besucht, empfiehlt er ihnen oft, vor der Grotte zu beten. Viele nutzen laut Krankenhaus-Sprecher Carsten Noth diese Möglichkeit: „Die Grotte ist ein spiritueller Ort, an dem Mitarbeiter und Patienten zur Ruhe kommen, beten und eine Kerze aufstellen können.“ Er denkt, dass die Josefsfigur nun für mindestens ein halbes Jahrhundert dort bleiben kann, bis sie wieder restauriert werden muss. pal

(pal)