„Wuppertal hilft!“ erspielt 55.555 Euro

„Wuppertal hilft!“ erspielt 55.555 Euro

In der Uni-Halle traten am 1. Februar 180 Musiker auf und spielten 30.000 Euro für die Kinderhospiz-Stiftung ein. 25.000 Euro gibt die Bethe-Stiftung dazu.

Wuppertal. Fantastisch war die Stimmung in der Uni-Halle, als am 1. Februar 20 Bands, Solisten und Chöre auftraten und vor rund 1800 Besuchern rockten und sangen. Die neunte Auflage des Benefizkonzerts „Wuppertal hilft!“ übertraf alle Erwartungen und das gilt voraussichtlich auch für die Summe, die dem Kinderhospiz im Burgholz als Spende zugute kommen wird. „Wir peilen insgesamt einen Betrag von 55.555 Euro an“, sagt Mitorganisatorin Monika Hensche vom Verein „Wuppertal hilft!“

180 Künstler — überwiegend aus Wuppertal und Umgebung — traten an diesem Abend ohne Honorar auf. Und weil auch Michael Thöne und Partner, die für eine hochprofessionelle Bühnentechnik sorgten, zum Nulltarif arbeiteten, konnte trotz des enormen Aufwands für die sechsstündige Show eine Einnahme von rund 30.000 Euro aus den Eintrittsgeldern erzielt werden. „Nun bauen wir auf die Bethe-Stiftung, die uns versprochen hat, den Erlös bis zu einem Betrag von 25.000 Euro zu verdoppeln. Und dann wird die Summe auf die Zahl 55.555 aufgerundet“, verrät Monika Hensche.

Mit dem Geld soll eine Klangliege zur Einrichtung des Musiktherapieraums im Kinderhospiz finanziert werden. „Da so viel Geld zusammengekommen ist, können wir jetzt sogar über die Anschaffung sogenannter Klangboote nachdenken, die von der gesamten Familie genutzt werden könnten“, so Monika Hensche.

Voraussichtlich Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten für das Kinderhospiz im Burgholz, das auch bei Übernachtungsmöglichkeiten für die Eltern und Geschwister erkrankter Kinder bieten wird, beendet sein. Rund sechs Millionen Euro haben zahlreiche Spender und Stiftungen bisher aufgebracht, noch fehlen knapp 500.000 Euro.

„Wuppertal hilft!“ hat in den vergangenen Jahren die verschiedensten Projekte unterstützt — von der Opferhilfe Weisser Ring bis zum LuiseWinnacker-Haus. Begonnen hat es 2004 mit einer spontanen Hilfsaktion Wuppertaler Künstler nach der Tsunami-Katastrophe.

Die Chancen stehen gut, dass es eine zehnte Auflage geben wird. Stefan Mageney, Vorsitzender des Vereins „Wuppertal hilft!“, schon eine ganz konkrete Idee, wie die Jubiläumsveranstaltung zu einem ganz speziellen Benefizkonzert werden könnte. Doch soweit ist der Verein „Wuppertal hilft!“, der sich auf relativ wenig aktive Mitglieder stützt, so früh im Jahr noch nicht. „Vor der Planung des zehnten Benefizkonzerts wollen wir erst einmal die neunte Auflage abschließen“, sagt Monika Hensche. Und da steht die Übergabe eines stattlichen Schecks an die Kinderhospiz-Stiftung voraussichtlich im Mai noch bevor.