1. NRW
  2. Wuppertal

Wuppertal-Heckinghausens neue Mitte soll 2021 stehen

Stadtteilplanung : Heckinghausens neue Mitte soll 2021 stehen

Das Stadtteilzentrum erhält eine Kletterwand und bis 2022 auch noch einen Spielplatz. Es wird mehr als 1000 Quadratmeter größer werden als der Vorgängerbau.

Der Neubau des Stadtteilzentrums Heckinghausen geht auf die Zielgerade zu. Andrea Simon, Projektleiterin beim städtischen Gebäudemanagement (GMW), zeigte sich bei einer Baustellentour von Oberbürgermeister Andreas Mucke, GMW-Chef Uwe Flunkert und Sozialdezernent Stefan Kühn, zuversichtlich, dass im Sommer 2021 das Haus für den Stadtteil eröffnen kann. „Zusammen mit dem Gaskessel wird das hier eine neue Mitte für Heckinghausen“, ist sich Simon sicher.

Die Einrichtung spricht sehr viele Zielgruppen an: Hier wird offene Kinder- und Jugendarbeit angeboten und ein Beratungs- und Bürgerhaus für die Menschen vor Ort entstehen. Gleichzeitig finden mehrere Eltern-Kind-Gruppen, ein Familiencafé, Heckinghausen-Aktiv und die Zwar-Gruppe Heckinghausen hier eine Heimat. Dafür wird es an der Heckinghauser Straße mehr Platz denn je geben. Das inzwischen abgerissene alte Gebäude bot den Nutzern rund 600 Quadratmeter Platz, im neuen Haus wird es eine Brutto-Grundfläche von 1700 Quadratmetern geben. Oberbürgermeister Andreas Mucke: „Das ist eine Qualitätssteigerung ohne Ende.“

Asymmetrische Fenster sollen
das Haus zum Hingucker machen

Aktuell wird gerade die Aluwellblechfassade montiert. Sie soll zusammen mit den unterschiedlich großen, asymmetrisch angeordneten Fenstern und dem gefalteten Zinkdach die Blicke auf das Gebäude ziehen und so seine herausragende Bedeutung für den Stadtteil unterstreichen. Noch in diesem Jahr soll der Innenausbau weitgehend abgeschlossen sein.

Das Gebäude hat zwei Herzstücke: Einmal der „Offene Treff“ mit den besonders hohen Decken, der von drei Seiten aus begehbar ist und so Innen- und Außenbereich verbinden soll, und einmal der riesige Mehrzweckraum, der für Gruppenveranstaltungen und Sport genutzt werden kann. Der zwei Etagen hohe Raum wird sich durch seine Kletterwand auszeichnen. Wie Sozialdezernent Stefan Kühn betont, wird es mit der Kletterhalle Wupperwände keine Konkurrenz, sondern viel mehr eine Kooperation geben. Draußen entsteht ein gepflasterter Innenhof, der im Sommer bestuhlt werden kann. Das Areal wird im Jahr 2022 dann noch weiter aufgewertet. Dann ergänzt das städtische Ressort Grünflächen und Forsten einen Spielplatz.

In das gesamte Projekt sind fünf Millionen Euro geflossen. Möglich ist so ein Sprung für Wuppertal nur deshalb, weil 90 Prozent des Geldes aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kommen. OB Mucke: „Die Leute fragen sich immer, was uns Europa bringt. Hier sieht man es ganz konkret.“