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Wuppertal: Gymnasium Sedanstraße möchte Garten anlegen

Okölogisch : Gymnasium Sedanstraße möchte Garten anlegen

Raum des Lernens soll auf Gelände erblühen.

. Das Gymnasium Sedanstraße soll noch grüner und in puncto Pflanzen und Kräuter lehrreicher werden. Das Projekt ‚Urban Gardening‘ ist einen Schritt weitergekommen, teilte Schulleiterin Hildegard Harwix erfreut mit. Bezirksbürgermeister Hans-Hermann Lücke (CDU) unterstütze nach einer Ortsbegehung die Idee des ‚städtischen Gartens‘ am Gymnasium: Mehrere Hochbeete und Sitzgelegenheiten könnten zum Beispiel am Rande des Spielplatzes neben der Schule entstehen und einen neuen Raum des Lernens und der Kommunikation eröffnen.

„Ich bin guten Mutes, dass es weitergeht“, so die Schulleiterin. Für das Projekt will die Bezirksvertretung (BV) Barmen das Geld bereitstellen, unabhängig davon, wo in Barmen es aus dem Boden wächst. „Viele unserer Schülerinnen und Schüler wohnen im Innenstadtbereich, haben auch im privaten Umfeld kaum Zugang zu einem ‚Natur-Erlebnis‘“, warb Hildegard Harwix für die Idee.

Das ‚Urban Gardening‘-Projekt soll nicht nur etwas Schönes für die Augen sein, sondern verstanden werden „im Sinne der Idee von sozialen Orten in der Stadt“ sowie der gesunden und ressourcenschonenden Lebensweise, erklärte die Schulleiterin.

Das Gymnasium hat ebenso Kontakt mit seinem Bildungspartner Örkhof in Velbert aufgenommen, der Schüler wie Kollegium mit Know-how, vorbereitenden Workshops und später auch bei der pädagogischen Umsetzung unterstützen soll. Idee ist auch, dass, wenn der Garten steht, ältere Schüler jüngeren etwas darüber beibringen. Es könnten gezielt Aktionen stattfinden, etwa eine Insektenwerkstatt oder dass Barcodes, die in den Beeten stecken, eingelesen werden, sodass die Schüler Informationen zu Kräutern und Co. direkt auf das Smartphone bekommen.

Garten-Paten aus der Nachbarschaft können mitwirken

Durch das Anlegen von Nutzergärten soll auch den Bürgern im Rahmen eines Patensystems die Möglichkeit eröffnet werden, an den Gärten mitzuarbeiten. Für Zeiten, in denen die Schüler nicht da sind, weil sie Ferien haben, könnten sie sich um Pflege, Bewässerung und Ernte kümmern. „Die Zielgruppe ist hier insbesondere die direkte Nachbarschaft des innerstädtischen Bereichs“, so Hildegard Harwix.

Vor etwa einem Jahr sind die ersten gedanklichen Triebe zum Projekt gesprossen, als die Schulleiterin zusammen mit Kollegen die Bezirksentwicklung Barmen besuchte und dort die Idee des ‚Urban Gardening‘ aufkeimte. Inzwischen hat Benjamin Simon, der in Wuppertal für Stadtentwicklung und Städtebau zuständig ist, ein Konzept für das Projekt niedergeschrieben.

Voraussetzung für den Zuschlag zum ‚Urban Gardening‘-Projekt ist, dass es in der Nähe einen Wasseranschluss gibt und einen Ort, wo Geräte eingeschlossen werden können. Das könnte das Gymnasium Sedanstraße bieten.

Im Januar soll es voraussichtlich ein nächstes Arbeitstreffen geben, bei dem die Entscheidung darüber fällt, ob das ‚Urban Gardening‘ direkt am Gymnasium Sedanstraße erblühen kann. Auch sind dann die Schüler gefragt, in Zusammenarbeit mit dem Grünflächenamt ein Modell des künftigen Geländes zu erstellen.