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Wuppertal: Gutachten soll Klarheit zum Straßenumbau bringen

Heckinghauser Straße : Gutachten soll Klarheit bringen

Ein Umbau der Heckinghauser Straße hängt von der benötigten Leistungsfähigkeit der Straße ab.

Die Heckinghauser Straße zerschneidet den Stadtteil, die vierspurige Straße ist für Fußgänger nur schwer zu überqueren. Deshalb wünschen sich viele eine Veränderung. Die SPD hatte zuletzt im Verkehrsausschuss vorgeschlagen, vorläufig Querungshilfen anzubringen und an diesen Stellen die Fahrbahn auf eine Spur zu verengen. Doch nach Hinweisen auf ein anstehendes Gutachten wurde dieser Antrag vertagt.

Sedat Ugurman (SPD) erklärte: „Die Umgestaltung ist ja beschlossen. Wir wollen Informationen darüber, wie der Fahrplan aussieht.“ Zudem solle die Verwaltung prüfen, ob Querungshilfen und Verjüngung der Fahrspuren nicht schon für Erleichterung sorgen können. „Fünf bis zehn Minuten gucken reichen, um zu sehen, wie lange die Leute an der Straße warten müssen“, machte er deutlich. Oft stünden Fußgänger in der Mitte der Straße und warteten lange, bis sie weiter können.

Über die Straße rollt Verkehr
von und zur Autobahn A1

Christoph Brüssermann (CDU), Bezirksbürgermeister für Heckinghausen, meldete sich zu Wort. Und erinnerte daran, dass die Bezirksvertretung Heckinghausen im Januar 2017 die Verwaltung beauftragt hat, Lösungen für die Heckinghauser Straße zu erarbeiten. „Bis heute habe ich keine Vorschläge erhalten“, so Brüssermann.

Ihnen sei auch die besondere Bedeutung der Heckinghauser Straße bewusst: Weil über sie der Verkehr von und zur Autobahn A1 rolle, unterliege diese Straße möglicherweise Bundes- oder gar Europarecht. „Deshalb haben wir auch ein Gutachten erbeten.“ Er habe inzwischen erfahren, dass drei Gutachter gefunden seien, einer davon beauftragt werden soll. 100 000 Euro seien wohl für das Gutachten vorgesehen. Er hat die Befürchtung: „Wir haben morgens Stau Richtung Elberfeld, nachmittags Richtung Osten. Wenn die Straße nur noch einspurig ist, wird es noch mehr Stau geben.“

Zu dem Vorschlag der SPD sagte er: „Wenn wir jetzt provisorische Markierungen anbringen, die die Straße vor den Querungshilfen einspurig machen, dann werden die Zahlen für das Gutachten verändert.“

Verkehrsdezernent Frank Mayer bestätigte Brüssermanns Angaben: Es werde ein Gutachten geben. Es habe länger gedauert, weil es ausgeschrieben werden musste. „Jetzt sind wir dabei, das Gutachten formell zu vergeben.“ Er gehe auch nicht davon aus, dass das erst 2020 fertig werde, wie befürchtet wurde.

Er sagte auch deutlich: „Es wird nur dann gelingen, die Straße umzugestalten, wenn sie einspurig geführt werden kann.“ Denn wegen der engen Bebauung sei kein weiterer Platz vorhanden: „Wir können die Fläche nur einmal verteilen.“ Der Umbau dürfe nicht dazu führen, dass sich der Verkehr zu sehr staut. Dazu sei das Gutachten nötig. Der Gutachter werde prüfen, welche Verkehrsmengen bewältigt werden müssen, dann könne er entscheiden, ob zwei oder vier Spuren notwendig sind. „Wenn wir nur zwei Spuren brauchen, haben wir einen ganz anderen Spielraum.“ Dann seien Querungshilfen, Blumenkübel und größere Haltestellen möglich.

Sedat Ugurman betonte, es liege ihm fern, die Umgestaltung zu gefährden. Am Ende stimmten alle Mitglieder des Verkehrsausschusses einstimmig dafür, den Antrag der SPD auf den Zeitpunkt zu verschieben, bis das Gutachten vorliegt.