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Baustellen: Wuppertal geht viele kleine Straßenschäden an

Baustellen : Wuppertal geht viele kleine Straßenschäden an

Das Team von Uwe Sens koordiniert Maßnahmen im Stadtgebiet auch mit den Stadtwerken.

Weniger auf Großbaustellen, sondern auf vielen kleinen Baustellen wird derzeit auf Wuppertaler Straßen gearbeitet. Das seit Dezember neu gebildete Team „Erhaltungsmanagement und -koordinierung“ der Stadt will so „versuchen, den Straßenschäden den Kampf anzusagen“, erklärt Teamleiter Uwe Sens.

Wichtig sei dabei die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und anderen Stellen, die im Straßenbau unterwegs sind. Damit das Verlegen von Kanälen oder Kabeln gleich mit der Erneuerung der Straßendecke kombiniert werden kann.

So wird die Stadt zum Beispiel bei Erschließungsarbeiten der Stadtwerke am Kempers Häuschen am Uellendahl, an der Karl-Barth-Straße in Langerfeld, an der Liebigstraße für den neuen Willibrord-Lauer-Weg in Barmen und an der Kreuzung Friedrichsallee/Ravensberger Straße gleich die Straßen- und Wegedecken mitmachen.

Ebenso ist sie mit im Boot, wenn das Team Kabelnetze des Amts für Technik und Digitalisierung Leerrohre für Glasfaserkabel zu den Schulen legt – wie zuletzt an der Leipziger Straße zur Sankt-Michael-Schule am Uellendahl und die Grundschulen Distelbeck in der Südstadt und Berg-Mark-Straße in Barmen sowie in Kürze an den Grundschulen Mirker Bach in der Nordstadt, Donarstraße im Zooviertel und Echoer Straße in Ronsdorf.

Hauptarbeitsfeld des Teams sind Straßenschäden, die es ohne Ausschreibung und kurzfiristig angehen kann. Aktuell laufen zum Beispiel Arbeiten auf der Breslauer Straße, der Münzstraße und der Höhne in Barmen, auf der Straße Untenrohleder in Uellendahl, Am Eskesberg in der Varresbeck, auf der Monschaustraße in Ronsdorf und auf der Straße Sternenberg in Nächstebreck.

Straßenerhalt ist bislang
massiv unterfinanziert

Auch die Gehwegerneuerung an der B7 auf der Rückseite des Wuppertaler Hofs gehört dazu: Altersbedingt habe der Gehweg dort massive Schäden, erklärt Uwe Sens. Deshalb verlege die Stadt dort neues Pflaster, drei Wochen dauern die Arbeiten und kosten 70 000 Euro.

Bei den Arbeiten auf der Fahrbahn – etwa auf der Breslauer Straße – werde es während der Fräs- und Asphaltarbeiten auch zu Straßensperrungen kommen. „Wir versuchen, schnell zu arbeiten und die Einschränkungen auf eine Mindestmaß zu beschränken“, versichert Uwe Sens. Solche Sperrungen dienten der Sicherheit der Arbeiter. Die Arbeitsstättenrichtlinie sei kürzlich verschärft worden, nachdem es in früheren Jahren schwere Unfälle gegeben habe. Er bittet daher Autofahrer um Verständnis.

Durch die neue Aufteilung – ein Team für große Projekte, die ausgeschrieben werden müssen, ein Team für kleine Arbeiten ohne Ausschreibung – könnten sie flexibler und schneller agieren, erklärt Uwe Sens. Zudem sei ein Kollege jeweils für zwei Bezirke zuständig, habe dadurch bessere Ortskenntnisse. Mehr Personal und mehr Geld könnnten sie dennoch gebrauchen, betont er, will aber keine genauen Zahlen nennen.

Bau- und Verkehrsdezernent Frank Meyer hatte erst kürzlich erläutert: Nur um den Status Quo der Straßen zu erhalten, müsste das Budget für die Straßenerhaltung von 5,6 Millionen Euro auf 24 Millionen Euro pro Jahr fast vervierfacht werden.