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Wuppertal, Fünfeinhalb Jahre Haft für Vater, der Tochter im Internet anbot

Tochter im Internet angeboten : Fünfeinhalb Jahre Haft für Vater

Zu fünfeinhalb Jahren Haft hat das Landgericht am Mittwoch den Vater (50) verurteilt, der seine 15-jährige Tochter anderen Männern im Internet zum Sex anbot.

Der Angeklagte hatte zugegeben, dass er Anzeigen im Internet geschaltet hat, in denen er Männern angeblich seine volljährige Freundin für kostenlose sexuelle Kontakte anbot, bei denen er selbst zusieht.

Zehn Mal sollen Interessenten auf das Angebot eingegangen sein und Sex mit dem Mädchen gehabt haben, während der Vater sich befriedigte. Ein Mann hatte sich anschließend bei der Polizei gemeldet, weil ihm das Geschehen merkwürdig vorkam.

Der Prozess wegen Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger und sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen fand unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit statt, um die Privatsphäre des Mädchens zu schützen.

Nach Angaben des Gerichtssprechers wertete das Gericht die Taten als schwerwiegend, auch wenn der Angeklagte keine Gewalt angewendet hatte. Aber die sexuellen Kontakte seien auf keinen Fall im Interesse der Tochter gewesen, sondern eine besondere Erniedrigung. Der Vater habe des besondere Vertrauensverhältnis zu seiner Tochter ausgenutzt, deren einzige Bezugsperson er war.

Ein psychiatrischer Gutachter hatte dem Angeklagten volle Schuldfähigkeit bescheinigt. Das Mädchen war vom Jugendamt in Obhut genommen worden.