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Wuppertal: FDP steigert Mitgliederzahl in einem Jahr um 70 Personen

Wuppertal: FDP steigert Mitgliederzahl in einem Jahr um 70 Personen

Marcel Hafke erhielt beim Kreisparteitag der Liberalen als Kreisvorsitzender 93 Prozent der Stimmen.

Wuppertal. Leichtfüßiger Auftritt im Tanzhaus: Eine FDP im Aufwind kam beim Kreisparteitag zusammen und wählte Kreistagsvorsitzenden Marcel Hafke mit 93 Prozent der Stimmen erneut an die Spitze. Gründe zur guten Stimmung fanden die Liberalen viele: Die Mitgliederzahl der Kreis-FDP kletterte in nur einem Jahr um 35 Prozent nach oben, von 200 auf 270 Freidemokraten.

Gleichzeitig regiert Kreisvorsitzender Marcel Hafke im Landtag mit, während Manfred Todtenhausen wieder im Bundestag wirkt und sich offenbar mit den gescheiterten Jamaika-Verhandlungen gut arrangiert hat. „Ich bin so dankbar, dass wir uns anders entschieden haben und bereite mich auf eine tolle Oppositions-Rolle vor“, berichtete er den Mitgliedern. Und bei der großen Koalition gehe während der Verhandlungen in diesen Tagen „die Post ab“. „Das kann man sich gar nicht vorstellen.“

Beflügelt von den guten Ergebnissen im Doppelwahljahr steckte Hafke in seiner Ansprache bereits die Ziele für die Kommunalwahlen 2020 hoch. „Wir streben ein zweistelliges Ergebnis an“, sagte der Landtagsabgeordnete, der endlich die große Koalition in Wuppertal auflösen möchte.

Als wichtige Themen für Wuppertal sprach er neben der Digitalisierung auch die soziale Situation der Stadt an und kritisierte die Verwaltung scharf. Dass in Wuppertal rund 1700 Kitaplätze fehlen, bezeichnete Hafke als „Armutszeugnis“. Er sagte: „Das Geld ist da. Man muss aber auch den Willen haben, in dieser Sache voranzuschreiten.“

Zudem findet es der Kreistagsvorsitzende wichtig, die Frage nach der Zukunft der Innenstädte zu stellen. Vor dem Hintergrund der schwindenden Kundenzahlen des lokalen Einzelhandels sagte er: „Dass wir Barmen als zweite Innenstadt mit vollen Programm aufrecht erhalten können, halte ich für illusorisch.“

Wuppertals FDP-Fraktionschef Alexander Schmidt verbuchte den Döppersberg als großes Erfolgsprojekt für 2017: „Der Döppersberg ist langsam bei den Menschen angekommen.“ Kritische Diskussionen schienen sich nur noch um die Mauer und das Primark-Gebäude zu drehen. „Wenn das die größten Probleme sind, haben wir nicht viel falsch gemacht“, sagt Schmidt. Und wies im Anschluss daraufhin, dass die Transformation der Elberfelder Innenstadt mit dem Döppersberg-Umbau noch lange nicht abgeschlossen ist.

Marcel Hafke stehen Oliver Walgenbach, Manfred Todtenhausen und Alexandra Trachte als stellvertretende Kreisvorsitzende beiseite. Oliver Steidle wurde zum Schatzmeister gewählt.