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Wuppertal: Eigentliche Seilbahn-Endstation wird jetzt zum Firmengelände

Wuppertal Hahnerberg : Firmengelände statt Seilbahn-Station

Wo eigentlich die Endstation der Seilbahn entstehen sollte, baut jetzt eine Wuppertaler Firma. Welche, dazu will sich niemand äußern.

Das Gelände an der Ecke Küllenhahner und Theishahner Straße soll verkauft werden. Für das Areal war einmal geplant, dass dort die Bergstation der Seilbahn entsteht. Jetzt, so sagt Rolf Volmerig, Chef der Wuppertaler Wirtschaftsförderung, möchte dort ein „tolles Wuppertaler Unternehmen“ bauen.

Der östliche Teil der rund 7700 Quadratmeter großen Fläche ist eingezäunt, dort stehen Bagger und Laster. Laut Mitarbeiter der dort tätigen Firma soll der Teil Lagerfläche bleiben. Die größere Fläche, gegenüber der Bushaltestelle am Schulzentrum Süd, soll Baustelle werden. Die Wirtschaftsförderung schreibt auf Anfrage, man könne „zum jetzigen Zeitpunkt noch keine nähere Auskunft über einen eventuellen Verkauf der Fläche bzw. das dahinterstehende Unternehmen geben.“ Das Unternehmen wolle sich ebenfalls nicht äußern.

Das Gelände war für 98 Euro je Quadratmeter auf dem Markt

Das Gelände stand lange zum Verkauf. Es handelt sich um städtischen Besitz. Bei der Investorentour der Wirtschaftsförderung 2019 wurde es für 98 Euro pro Quadratmeter angeboten. Zuvor war es für die Bergstation der Seilbahn reserviert gewesen, die aber qua Bürgerbefragung beerdigt wurde. In der Zwischenzeit war es eine Abhubfläche. Das Gelände grenzt direkt an die Flächen der Firmen WKW und Rubix. Und an das Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Hahnerberg, das Schulzentrum Süd liegt gegenüber.

Bezirksbürgermeisterin Miriam Scherff (SPD) sagt, es sei generell gut, wenn Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten würden. Dennoch hätte sie sich eine Diskussion gewünscht, ob der Löschzug Hahnerberg dort Wohnraum hätte haben können – oder ob das Schulzentrum Süd dort erweitern wollen würde.

Die Stadt entgegnet dem aber, dass „das Areal bereits seit einiger Zeit in das Handlungskonzept Gewerbeflächen aufgenommen worden ist und im rechtsverbindlichen Bebauungsplan Nr. 1113 als Gewerbefläche ausgewiesen“ ist. Eine andere Nutzung sei nach jetzigem Planungsstand nicht vorgesehen und daher nicht möglich.

Gibt es zu wenig große
Flächen für Gewerbe?

SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Jürgen Reese sagt, bei der Flächengröße hoffe er auf angemessen viele Arbeitsplätze. Generell gebe es zu wenig große Flächen für Gewerbe - angesichts eines Bedarfs von 120 000 Quadratmeter im Jahr. „Solche Flächen sind selten“, sagt Reese. Sie sollten gut genutzt werden.

Ludger Kineke, CDU-Co-Fraktionsvorsitzender, sagt, er hoffe auf eine Flächennutzung, die viel Output generiere und zukunftsfähig sei - und einen Anschluss an die Technologieachse auf den Südhöhen schaffe. Was eine Erweiterung des Schulzentrums angeht, sagt der Leiter des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums, Reinold Mertens, dass die Fläche nicht eingeplant gewesen sei. Allein wegen der Straße dazwischen. Gleichwohl brauche die Schule mehr Raum, weil wegen der Rückkehr zu G9 mehr Schüler an der Schule sind - den Bedarf gebe es auch an der Friedrich Bayer Realschule.