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Wuppertal: Die Unendlichkeit in Bildern erkunden

Ausstellung in der Schwarzbach-Galerie : Die Unendlichkeit in Bildern erkunden

„Infinity – Unendlichkeit“ ist der Titel der Ausstellung, die am Wochenende in der Schwarzbach-Galerie eröffnet wurde. Zahlreiche Besucher begaben sich durch die weitläufigen Räume der Galerie, um in den Werken des Bonner Künstlers Ernst-Martin Heel die Unendlichkeit zu erkunden.

Im ersten Raum, dem Ladenlokal an der Schwarzbach, in dem früher Werkzeuge verkauft wurden, ziehen sechs Bilder in warmen Erdtönen die Blicke auf sich. In Siena, Ocker, Gelb und Braun vermitteln sie flirrende Hitze und große Leichtigkeit. Rote Akzente prägen das Bild „Ragusa“, das an sizilianische Lebenslust erinnert und in „Late Summer“ lassen braun-violette Strahlen zarte Spuren der Sonne aufleuchten.

Ernst-Martin Heel erzeugt mit übereinanderliegenden Lasuren spannende Perspektiven, die zum Betrachten auffordern. Das neueste Bild, „Heat Haze“ ist ganz frisch, Heel hat es in den letzten Wochen fertiggestellt. Ob er zwei Jahre an einem Bild arbeitet oder ob der Prozess des Malens nach zwei Wochen beendet ist, sagt ihm sein Bauchgefühl, erklärt der Künstler, der sich auf Ölfarben konzentriert hat und große Formate liebt.

Im nächsten Raum dominieren Bilder in kraftvollen Blautönen. Sprudelndes Wasser, drehende Momente, Wirbel oder Strudel sind immer wieder Ernst-Martin Heels Thema. Expressive malerische Gestik, energische Pinselstriche und eine ganz eigene Wischtechnik erzeugen große Dynamik.

Die Wuppertaler Dozentin   für Literatur und Kunst, Jutta Höfel, schärft in ihrer Einführung die Sinne für viele Details und gibt Anregungen, Bilder und Geschichten, die sie erzählen, zu entdecken und die Unendlichkeit selbst zu erkunden.