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Wuppertal: Die Kandidaten haben die Umgestaltung der Heckinghauser Straße im Blick

Kommunalwahl : Die Kandidaten haben die Umgestaltung der Heckinghauser Straße im Blick

Was sich die Parteien für die Bezirksvertretung Heckinghausen vorgenommen haben.

Für eine Umgestaltung der Heckinghauser Straße wollen sich alle Parteien einsetzen – haben dabei aber unterschiedliche Vorstellungen. Kita- und Spielplätze, Schulen, Grünanlage und die Förderung von Gewerbe-Ansiedlung sind weitere Anliegen der Kandidaten.

Die Kandidaten der SPD: Renate Warnecke, Yannik Düringer, Stefan Werksnies, Klaus-Dieter Warnecke, Heiko Meins, Manfred Pfeiffer.

Ihre Ziele: Die SPD-Kandidaten wollen ein soziales Heckinghausen, setzen sich für den Ausbau von Kita-Plätzen ein und fordern die Gesamtschule im Wuppertaler Osten. Heckinghausen stehe für seine Vielfalt. Daher sei es notwendig, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, damit die soziale Struktur des Stadtteils erhalten bleibt. Das Programm „Soziale Stadt“ müsse unbedingt weitergeführt werden.

Zudem wollen die SPD-Vertreter Mobilität und Lebensqualität vor Ort voranbringen. Sie betonen: „Wir wollen keinen Kampf gegen Autos, uns ist aber wichtig, dass man auch auf das Auto verzichten kann.“ Dafür seien sichere Radwege nötig und eine gute ÖPNV-Anbindung sehr wichtig. „Die Mischung macht‘s und ist gut für das Klima“, sagen sie. Die Heckinghauser Straße teile den Stadtteil. Sie setzen sich daher für eine Umgestaltung ein, die mehr Lebensqualität schafft. Mehr Grün und mehr Platz für die Menschen stärke den lokalen Einzelhandel.

Die Kandidaten der CDU: Christoph Brüssermann, Horst-Emil Ellinghaus, Christiane Sippel, Barbara Becker, Thorsten Pech, Domenico Guadagnano.

Ihr Ziele: In der letzten Legislaturperiode sei viel Positives in Heckinghausen passiert, erklärt Christoph Brüssermann für die CDU-Vertreter. Beispiele seien die aufwendigen Sanierungen der Spielplätze Turnstraße, Krautstraße, Gillparzer Weg usw. In Arbeit befänden sich unter anderem die wichtigen Projekte Stadtteilzentrum, Bayer Platz, Gustav-Müller-Anlage und die Prüfung der Umgestaltung der Heckinghauser Straße.

Leider sei es in den letzten Monaten bei der Umsetzung dieser Projekte zu Verzögerungen gekommen, deren Ursache in der Arbeit der Fachverwaltung zu sehen sei. Darüber sei bereits mehrfach berichtet worden.

Die CDU habe sich nun auf die Fahne geschrieben, diese und weitere Projekte bis zur Fertigstellung intensiv zu begleiten und nötigenfalls „Druck“ auf die entsprechenden Abteilungen in der Verwaltung auszuüben. Den CDU-Vertretern ist die Fertigstellung der Projekte in einem vertretbaren Zeitrahmen wichtig.

Die Kandidaten der Grünen: Ilona Schäfer, Guido Mengelberg, Hannah Halekotte, Uwe Sippel, Dorothee van den Borre, Stephan Dahl.

Ihre Ziele: Nach Ansicht der Grünen entfalten sich in Heckinghausen gerade Möglichkeiten, die lange für undenkbar gehalten wurden. Daran wollen sie in der BV mitgestalten. Der Umbau des Gaskessels habe einen positiven Effekt auf das gesamte Quartier, nun müsse auch das Umfeld aufgewertet werden, zum Beispiel durch nachhaltige Wirtschaftsunternehmen.

Das soziale Engagement sei in Heckinghausen stark ausgeprägt, zum Beispiel bei der Integration von zugewanderten Menschen. Diese Strukturen wollen die Grünen unterstützen und ausbauen: „Unser Ziel ist, dass alle Menschen die gleichen Chancen haben und sich im Bezirk zuhause fühlen.“

Dazu gehöre auch ein lebenswertes Stadtteilzentrum, deshalb sei der Umbau der Heckinghauser Straße zu einer Straße mit Aufenthaltsqualität ein absolutes Muss. Weitere Aufgaben, die die Kandidaten der Grünen in Heckinghausen angehen wollen, sind: ein Umfeld zu gestalten, in dem Kinder sich wohlfühlen, oder Kultur im Stadtteil erlebbar machen. Ihr Motto laute: „Heckinghausen machen!“ - im Sinne von nicht nur reden, sondern handeln.

Die Kandidaten der WfW (Freie Wähler / Wählergemeinschaft für Wuppertal): Bettina Lünsmann, Heike Kleinschmidt.

Ihre Ziele erklärt Bettina Lünsmann: Ein besonderes Anliegen sei ihr die Stadtentwicklung in Heckinghausen. Insbesondere beim Umbau der Heckinghauser Straße müssten die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer gleichermaßen berücksichtigt werden. In den Grünanlagen wünsche sie sich mehr Mehr-Generationen-Spielplätze.

Die Heckinghauser Bevölkerung sei zum großen Teil von Einkommensarmut betroffen und benötige dringend Gewerbeansiedlungen, um der Arbeitslosigkeit entgegen zu wirken. Sie freue sich über die Reaktivierung des „Gaskessels“ als Eventlocation und hoffe, dass weitere Investoren nachziehen.

Das Programm „Soziale Stadt“
wollen die Parteien weiterführen

Die WfW fordert, für junge Familien mehr Kita-Plätze und mehr Schulraum. Außerdem will sie sich dafür einsetzen, dass der Murmelbach renaturiert wird und das Murmelbachtal als Naherholungsgebiet erhalten bleibt.

Die Kandidaten der FDP: Christoph Schirmer, Lars Niggemann, Andre Vogel, Karin van der Most.

Ihre Ziele: Für Heckinghausen sei der Bau einer neuen Grundschule mit offener Ganztagsbetreuung und Sprachförderung an der Gewerbeschulstraße zur Versorgung unserer Schulkinder wichtig, erklären die FDP-Kandidaten. Familien sollen eine wohnortnahe, bedarfsgerechte Kita-Betreuung geboten werden.

Die FDP will Strategien zur Nutzung alter Gewerbestandorte mit Handwerkerhöfen, Kleingewerbe und Existenzgründern schaffen sowie den Aufbau von lebenswerten Mehrgenerationen-Arealen voranbringen.

Heckinghausen solle an das Radtrassennetz und die Langerfeldtrasse angebunden werden. An der Heckinghauser Straße wollen die FDP-Vertreter die Aufenthaltsqualität für Anwohner und die Erreichbarkeit für Gewerbetreibende mit Radwegen, Begrünung und Flüsterasphalt mit einem zukunftsfähigen Verkehrskonzept verbessern.

Am Industriedenkmal des Gasometers will die FDP die kreative Kulturszene fördern und gute Rahmenbedingungen für Gewerbetreibende bieten. Und sie will das Gebiet um die Marpe als Natur- und Erholungsgebiet sowie Kaltluftschneise für Wuppertal und das Murmelbachtal erhalten.

Die Kandidaten der Linken: Robert Kuhlmann, Ilka Oberhaus, Harald Pauli, Peter Oberhaus.

Ihre Ziele stellt stellvertretend Robert Kuhlmann vor: Er werde sich im Stadtteil insbesondere für die Belange der Jugend und für eine offene und bürgernahe Politik des Miteinanders einsetzen. Ihm ist ein direkter Austausch mit den Bürger*innen wichtig und diesen werde er aktiv suchen, kündigt er an.

Weiterhin will er Projekte wie die „Programm Soziale Stadt“ unterstützen, um so seinen Teil zu einem lebenswerten Heckinghausen für alle Menschen ungeachtet des Alters, der Herkunft oder des Einkommens zu gestalten.

Weiterhin will er bestehende Initiativen zu autofreien Zonen fördern und sich konkret für die Errichtung eines Modellprojektes zu „Superblocks“ nach dem Beispiel Barcelonas einsetzen. Grünflächen müssten geschützt und ausgebaut, Spielplätze wieder attraktiv und die Jugend solle gefördert werden. „Hierfür stehe ich mit ganzem Herzen“, verspricht er.