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Wuppertal: Das Projekt 4Fields wird ins Jahr 2023 verschoben

Verzögerung : Das Projekt 4Fields wird ins Jahr 2023 verschoben

Fördermittel für 2022 sind ausgeschöpft – Zustimmung für öffentliche Auslegung des B-Plans.

Das Projekt „4Fields“ - der Umbau der Sportfelder hinter dem Schulzentrum Süd - kann nicht wie geplant für kommendes Jahr als Förderprojekt angemeldet werden. Diese enttäuschende Nachricht verkündeten Stadtdirektor Johannes Slawig in der Bezirksvertretung Cronenberg, Sportdezernent Matthias Nocke in der Bezirksvertretung Elberfeld und Sportamtsleiterin Alexandra Szlagowski im Sportausschuss.

4Fields will die lange vernachlässigten Sportfelder zu neuem Leben erwecken: Sie sollen so umgebaut werden, dass sie für attraktive Sportarten genutzt werden können: Ein Platz mit Toren und Basketballkörben soll multifunktional für Ballsportarten genutzt werden können, es soll Kletterwände und eine Pumptrackbahn geben sowie eine Kaltsporthalle, die Sport auch bei Regen ermöglicht.

Das Schulzentrum, der Bürgerverein Küllenhahn und die Initiative Cronenberg haben die Idee entwickelt, schließlich auch die Stadtverwaltung überzeugt. Ein Teil des nötigen Geldes sollte durch den Investitionspakt zur Förderung von Sportstatten vom Land kommen. Der Plan war, den Förderantrag bis September 2021 zu stellen, damit 2022 hoffentlich das Geld fließt.

„Wir hätten das geschafft“, versicherte Slawig den Bezirksvertretern. „Wir hätten den Antrag im Herbst stellen können.“ Aber beim Land seien so viele Anträge eingegangen, dass keine weiteren mehr angenommen werden. „Wir können uns erst wieder für 2023 bewerben.“

Einen wichtigen Schritt taten die Bezirksvertreter in Cronenberg und Elberfeld trotzdem: Sie stimmten jeweils einstimmig für die öffentliche Auslegung des für das Projekt geänderten Bebauungsplans. Am 10. Juni muss der Stadtentwicklungsausschuss ebenfalls zustimmen.

Die Verschiebung enttäuschte natürlich die Initiatoren. „Das ist in der Tat sehr traurig“, sagt Reinold Mertens, Leiter des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums. „Wir haben sehr viel Energie in das Projekt gesteckt.“ Es habe zunächst gedauert, bis die Idee Gehör gefunden hat. Dann aber habe die Verwaltung positiv reagiert, die Beteiligten hätten regelmäßig Videokonferenzen abgehalten. Der Förderverein der Schule sei in Vorkasse gegangen, um das nötige Lärmgutachten zu bezahlen, die Stadt habe sehr engagiert gearbeitet. Mertens betont, die Umgestaltung komme nicht nur den Schulen zugute, sondern auch Vereinen und Familien: „Das ist ein absolutes Stadtteilprojekt.“ Er versichert: „Wir sind guten Mutes und tun alles dafür, dass es dann 2024 umgesetzt wird.“

Auch Michael Ludwig, Vorsitzender des Bürgervereins Küllenhahn, bedauert den Rückschritt durch die Zeitverzögerung. Aber aufgeben wollten sie „auf gar keinen Fall“. Solange die Stadt das Geld im Haushalt einplane, sei er zuversichtlich.

Von „Ernüchterung“ spricht auch Marcus Dätig, Leiter der Friedrich-Bayer-Realschule. Sie hätten alle „wie eine Arbeitsmaschine“ daran gearbeitet, den Antrag einreichen zu können. Der Aufschub gebe ihnen aber auch Gelegenheit, noch an dem Konzept zu feilen. Außerdem wollten sie die Anwohner noch mehr einbeziehen. Sie wollten deutlich machen, dass das Areal aufgewertet und durch die künftige Betreuung durch die Schulen die Vermüllung der Plätze reduziert wird. Dätig versicherte: „Wir bleiben dran.“

Mut machte auch Matthias Nocke. Man werde jetzt ein externes Planungsbüro einschalten. „Wir wollen die Pläne griffbereit in der Schublade haben, wenn sich wieder die Möglichkeit ergibt, sie einzureichen. Wir sind zuversichtlich, dass das Land das Investitionsprogramm für 2023 neu auflegen wird.“