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Wuppertal: CDU-Politiker beeindruckt von der Baustelle Utopiastadt

Baufortschritt : CDU-Politiker beeindruckt von der Baustelle Utopiastadt

Der Mirker Bahnhof ist in Baugerüst und schwarze Planen verkleidet: „Wir laufen komplett durch eine Baustelle. Hier bewegt sich im Moment sehr viel“, sagt David Becher, Vorstandsmitglied des Fördervereins Utopiastadt. Er führt die CDU-Fraktion über das Areal.

„Für uns ist es total wichtig, in die Quartiere zu gehen und zu überprüfen, ob wir am Zahn der Zeit sind. Erfassen wir die Probleme, die Sorgen der Bürger?“, sagt die Fraktionsvorsitzende Caroline Lünenschloss. So befasse sich die CDU zurzeit beispielsweise auch mit dem Problem, dass es an der Nordbahntrasse zu wenige Toiletten gibt und möchte erfahren, wie Initiativen und Politik gemeinsam an einer Lösung arbeiten können.

Ehrenamtliche bauen den alten Bahnhof in ihrer Freizeit um

Diesmal sind 15 Politiker zum Mirker Bahnhof gekommen – und begeistert, vor allem vom ehrenamtlichen Engagement, fasst Lünenschloss zusammen. „Wie viele Zeit investieren und wie gut das funktioniert mit einem Ziel vor Augen.“ Sie war überrascht, wie groß das Areal ist.

Eigentlich war der Plan der Utopiastadt, erst das Hauptgebäude zu sanieren, dann das Nebengebäude, dann die umliegenden Flächen zu nutzen. Nun kam alles auf einmal. „Wir verstehen die Utopiastadt inhaltlich als einen Treiber der Quartiersentwicklung“, sagt David Becher, und erzählt davon, wie sie in den alten Bahnhof kamen, damals zwischen Brachen und am Ende des Wohngebiets. Es habe nie einen Masterplan gegeben, wie die Utopiastadt eines Tages aussehen soll, sondern viele Diskussionen, welchen Bedarf es im Quartier gibt, wie die Möglichkeiten des Raumes genutzt werden können.

Über eine knarzende Holztreppe folgen die CDU-Politiker in den Co-Working-Space, ein Plan der Bauphasen hängt an der Wand. Fraktionsvorsitzender Ludger Kineke fragt, wie denn der Zeithorizont aussehe. „Im sehr provisorisch organisierten laufenden Betrieb hat sehr vieles länger gedauert, als wir uns das gewünscht hätten“, antwortet Becher. Das liege zum Teil an Förderungen, Fundraising und Verwaltung, zum Teil auch an den Ehrenamtlichen selbst. Experten und Laien arbeiten zusammen, investieren Freizeit in den alten Bahnhof. Alte Strukturen sollen dabei erhalten bleiben, aber zum Beispiel eine moderne Dämmung eingebaut werden.

 Am Ende soll der Co-Working-Space mehr Platz haben, und es soll viele Multifunktionsräume geben. Tagungsräume, ein paar Zimmer mit Betten um Künstler nach Auftritten unterzubringen, und die Gemeinschaftswerkstatt baut das Nebengebäude ehrenamtlich aus. Das Gröbste soll bis zum Solar Decathlon im Juni 2022 geschafft sein.