Wuppertal: Bunker Döppersberg: Neue Decke für den künftigen Club

Wupperpark Ost : Bunker: Neue Decke für den künftigen Club

Der Abbruch des Relikts aus dem Zweiten Weltkrieg ist bereits fast abgeschlossen.

Die Arbeiten im künftigen Wupperpark Ost sind in vollem Gange:  Bereiche des früheren Luftschutzraums liegen offen, überall sind Presslufthämmer und Bohrer am Werk, es geht um Kanalisation und Klima. „Momentan legen wir Stellen frei, durch die die künftigen Lüftungsleitungen verlegt werden“, sagt Investor Markus Riedel von der Tiefbunker Brausenwerth GmbH & Co. KG.

Sie plant, den ehemaligen Luftschutzraum in einen Club zu verwandeln.  Der Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, erbaut in den Jahren 1940 bis 1942, liegt sieben Meter unter der Erde. Die auf 1600 Quadratmeter verteilten kleineren Räume dienten in der Nachkriegszeit vor allem Ausgebombten und Flüchtlingen als Unterkunft. In dem Bunker waren in den Nachkriegsjahren zeitweise bis zu 1000 Menschen untergebracht. Die lebten dort in beengten Verhältnissen in zumeist kleinen Räumen, die durch lange, schmale Gänge verbunden waren. Da der Bund die Kosten für den Abriss der meterdicken Mauern scheute, blieb der Bunker als Relikt des Krieges erhalten und überdauerte auch die Tieferlegung und den Umbau der B7.

Decke musste weichen, damit der Club mehr Raumhöhe bekommt

Nun wird er umgebaut, die Umgestaltung ist nicht ohne:  Unter anderem musste auf rund 300 Quadratmetern die Decke abgetragen werden, um für den künftigen Club mehr Raumhöhe zu gewinnen. Der Abbruch sei „so gut wie durch“, erklärt Architekt Holger Erke: „Als nächstes kommt auf planerischer Ebene der Bauantrag für die Pavillons, und im Bunker geht es mit Betonarbeiten weiter“. Zu erkennen ist im Erdinneren nun auch der ehemalige Wasserspeicher, der lange Zeit als verschollen galt - ein Stück Wuppertaler Geschichte.

Dass sie für den Bunker als Club weitergeht, sei reizvoll: „Es ist ein gutes Projekt“, sagt Markus Riedel, „davon bin ich fest überzeugt.“ Läuft alles nach Plan, ist Mitte bis Ende nächsten Jahres mit der Fertigstellung des Großprojekt zu rechnen. kas

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