Wuppertal: Bürgerverein braucht mehr Geld für die Pferdetränke

Heidt. : Bürgerverein braucht mehr Geld für die Pferdetränke

Einige Arbeiten waren aufwändiger als gedacht. Kurz nach Ostern soll der Brunnen in Betrieb genommen werden.

Bis in der sanierte Pferdetränke an der Lönsstraße/Joseph-Haydn-Straße wieder Wasser plätschert, wird es noch ein wenig dauern: Kurz nach Ostern will der Heidter Bürgerverein die Wiederinbetriebnahme offiziell feiern. Denn es hat einige Verzögerungen gegeben. Und auch bei den geplanten Kosten wird es nicht bleiben. Daher sind weitere Spenden willkommen.

Der Brunnen wurde etwa um 1912 errichtet und sein Wasser diente wohl den erhitzten Pferden, die unter anderem die Kohle in den Wald zogen, als Erfrischung und Stärkung. Seit dem verheerenden Bombenangriff auf Barmen am 30. Mai 1943 floss kein Wasser mehr in die steinernen Becken. Der Heidter Bürgerverein hat die Aufgabe übernommen, den alten Brunnen wieder zum Leben erwecken.

Erster Schritt dazu war die Einstufung als Denkmal, auf diese Weise war die Sanierung förderwürdig. Auf 40 000 Euro wurden die Kosten geschätzt. Und die Bezirksregierung war bereit, die Hälfte zu tragen. Der Bürgerverein sammelte fleißig Spenden – unter anderem über die Online-Plattform „Gut für Wuppertal“ – und hat auch bereits 19 000 Euro zusammen.

Doch jetzt stellte sich heraus: Die Sanierung des Brunnens wird teurer. „Insgesamt wohl rund 55 000“, sagt Hermann Josef Brester, Vorsitzender des Heidter Bürgervereins. Einige Arbeiten seien aufwändiger gewesen als gedacht, unter anderem musste der Verlauf der Wasserleitung erst gesucht werden. Und wie teuer die Ausschachtung für die Pumpe am Ende werde, sei noch nicht klar.

Es seien bereits weitere Anträge an die Bezirksregierung gegangen und es gebe gute Aussichten, versichert Hermann-Josef Brester. Aber es seien auch noch weitere Spenden nötig. Dabei ist er mit der bisherigen Unterstützung „hochzufrieden“: „Es gab kleine, mittlere und sogar einige größere Spenden“, darüber seien sie wirklich sehr glücklich.

Der Brunnen selbst liegt derzeit zerlegt bei Steinmetz Hans-Jörg Herhausen. Weil der aber viel zu tun hat, wird es wohl noch drei Monate dauern, bis die Steine wieder aufgearbeitet sind. Aktuell laufen gerade Absprachen, damit Wasserleitung und Stromversorgung eingebaut werden können. Der Schacht für eine Pumpe ist bereits gegraben. Der Brunnen wird künftig über ein Kreislaufsystem mit Wasser versorgt. Die Stadt hat sich bereit erklärt, das Wasser und den Strom für die Pumpe zu bezahlen.

„Wir sind schon gut aufgestellt“, sagt Hermann-Josef Brester. Trotzdem bräuchten sie weitere Unterstützung. Die ist möglich über die Internet-Plattform

gut-fuer-wuppertal.de