Wuppertal: Beyenburger Bäckerei muss umziehen

Beyenburg : Beyenburg: Bäckerei soll ins ehemalige Bürgerbüro umziehen

Die Pläne stoßen im Stadtteil nicht nur auf Zustimmung.

Brot und Teilchen, dazu eine Tasse Kaffee: Für viele Beyenburger ist Christophs Backstube Am Kriegermal ein festes Ziel der Nahversorgung - und zudem die einzige Bäckerei im Ort. Doch das Geschäft kann in den jetzigen Räumen nicht dauerhaft bleiben. „Wir haben einen befristeten Vertrag“, sagt Christoph Fries. Der gebürtige Nächstebrecker und Wahl-Beyenburger hat die Bäckerei seit Anfang 2017, der Betrieb werde gut angenommen, sagt er. In Gesprächen, unter anderem mit dem Bezirkspolizisten für Beyenburg, sei die Idee entstanden, doch das ehemalige Bürgerbüro zu nutzen, berichtet Christoph Fries. Das befindet sich ebenfalls Am Kriegermal, nur ein paar Häuser weiter, und würde neben mehr Platz auch die Möglichkeit bieten, „eine richtige Außenterrasse einzurichten“.

Bei der „Zuhör-Tour“ im vergangenen Jahr mit Andreas Mucke habe der Oberbürgermeister von den Raumnöten erfahren. Er begrüße das Vorhaben, sagt Mucke im WZ-Gespräch: „Es tut sich etwas in Beyenburg, und das finde ich gut.“ Nun würden Gespräche in der Verwaltung und mit dem Gebäudemanagement geführt. Zum Zeitplan lasse sich derzeit noch nichts sagen. Wann und wie zu welchen Kosten umgebaut werde, scheint ebenfalls noch unklar, und auch, was auf finanziell auf ihn zukomme, sei derzeit offen, sagt der Bäckerei-Inhaber. Platzmäßig würde sich Fries verbessern: derzeit hat er knapp 50 Quadratmeter, im ehemaligen Verwaltungshaus wären es fast 80, wie er sagt. Umziehen würde der Bäckerei-Inhaber mit dem gesamten Geschäft und seinen beiden Kräften.

Bezirksbürgermeister sieht
noch Diskussionsbedarf

Nicht nur er würde sich freuen, wenn der Plan weiterverfolgt würde. Doch sein möglicher Umzug ins städtische Gebäude stößt nicht nur auf Zustimmung. Insbesondere Bezirksbürgermeister Eberhard Hasenclever (SPD) kritisiert die Idee: „Das Thema ist überhaupt noch nicht ausdiskutiert – die Bürger und insbesondere die Bezirksvertretung müssen beteiligt werden, bevor für das Verwaltungsgebäude weitere Fakten geschaffen werden.“ Es sei zu befürchten, dass der Wunsch, auf lange Sicht wieder ein Bürgerbüro oder zumindest eine Anlaufstelle für die Beyenburger zu haben, mit dem Bäckerei-Einzug mehr denn je in unerfüllbare Ferne rücke.

Der Bürgerverein Beyenburg widerspricht Hasenclever indes entschieden: „Wir begrüßen den Plan sehr“, betont Norwin Schulte-Hürmann vom Verein. „Der Bäckerei-Betrieb wird im Stadtteil dringend benötigt.“ Das Verwaltungshaus Am Kriegermal sei geeignet, und Dezernent Matthias Nocke habe den Beyenburgern ja bereits bedeutet, dass mit der kurzfristigen Wiedereinrichtung des Bürgerbüros nicht zu rechnen sei.

Und die Beyenburger? „Natürlich hat sich der Plan schon im Stadtteil herum gesprochen“, sagt Fries: „Die Leute sagen: „ist mir egal, wohin Sie ziehen, Hauptsache Sie bleiben hier im Stadtteil.“