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Wuppertal: Berufskolleg Am Haspel bietet nach Sanierung viel IT

Bildung : Viel Technik für die Schüler am Haspel

Die Sanierung des Kollegs ist fast fertig – bis auf das wassergeschädigte Untergeschoss.

Auch wenn das Gelände vor dem Gebäude noch nach Baustelle aussieht – im Inneren des Berufskollegs am Haspel ist alles neu und frisch saniert. Zum Tag der offenen Tür, genannt „Haspel-Tag“, kommenden Samstag wird auch der dritte Flügel wieder für die Schüler freigegeben.

„Für mich ist das ein Wunder, dass das alles geklappt hat“, sagt Thomas Seibel, Designer und Lehrer für Film, Foto und Kunst am Berufskolleg. Die Zusammenarbeit mit Stadt und städtischem Gebäudemanagement (GMW) habe sehr gut funktioniert, betont auch Schulleiter Ralf-Michael Heinrich.

In vielen Räumen sitzen die Schüler am Computer

Von außen zeigt das Schulgebäude aus den 60er Jahren schon seit einiger Zeit ein neues modernes Gesicht mit den prägnanten abgewinkelten Sonnenblenden. Im Inneren wurden alle Räume erneuert und vor allem mit jeder Menge Technik ausgestattet. In vielen Räumen sitzen die Schüler am Computer – „Frontalunterricht werden sie bei uns kaum noch erleben“, sagt Schulleiter Ralf Michael Heinrich – die in der ganzen Schule miteinander vernetzt sind.

„Ich kann mich von hier aus auf jeden Schülercomputer schalten und ihn unterstützen“, erklärt IT-Lehrer Georg Ruhrig. Aber auch die Schüler sind untereinander verbunden, jeder kann einem anderen seinen Bildschirm zeigen. „Wir können auch die Arbeit eines Kurses in einem anderen Kurs fortsetzen“, sagt Georg Ruhrig. Demnächst sollen die Schüler auch von zu Hause aus einen geschützten Zugang zum System der Schule bekommen.

Beamer hängen in jedem Raum an der Decke, Dokumentenkameras können jedes Bild vom Lehrertisch aus über den Beamer an die Wand projizieren. Alles ist mit dem Internet verbunden. Weil die Schule auch Gestaltungsassistenten ausbildet, gibt es große Farbdrucker, weil auch Filme produziert werden, hat Lehrer Thomas Seibel mehrere gute Filmkameras im Schrank. „Man muss die Stadt loben“, sagt er. „Die hat richtig investiert.“

Das sieht man auch in neu eingerichteten Räumen für Chemie und Biologie mit Versuchstischen und Abzügen, an den Kunststoffböden in leuchtenden Farben („alles Hohlböden, damit wir bei Bedarf noch weiter vernetzen können“; sagt Schulleiter Ralf-Michael Heinrich), dem hellen Treppenhaus mit neuen Edelstahlgeländern, das jetzt durch eine Glaswand viel Tageslicht bekommt. Und an dem neuen Glasaufzug, mit dem alle Etagen barrierefrei erreichbar sind.

Der zeigt auch noch Spuren des Wassereinbruchs am 29. Mai 2018: Auf etwa 1,20 Meter Höhe ist der Rand zu sehen, bis zu dem das Wasser im Untergeschoss stand. Weil die Außenwände der Glaskabine schwer zugänglich sind, wurden sie noch nicht gereinigt. Als die enormen Regenmassen in Wuppertal niedergingen, floss das Wasser durch Baustellenöffnungen auch ins Untergeschoss des Berufskollegs. Der Hausmeister holte die ahnungslose Schulsekretärin von ihrem Schreibtisch, ihr ist nichts passiert. Aber die gesamte Technik, die schon vorhanden war, war zerstört, die renovierten Räume vom Wasser getränkt.

Daher hat das GMW sie erneut bis auf die Rohmauern zurückgebaut, alles musste zunächst trocknen. Jetzt wird das Untergeschoss erneut in Angriff genommen. Denn in den Etagen darüber ist alles fertig. Damit können auch die Schüler, die für Elektrofachberufe ausgebildet werden, die angehenden Chemie- und Biologielaboranten und Chemikanten wieder am Haspel lernen. Sie waren während der Umbauten in die Dependancen am Kothen, an der Ritterstraße und nach Cronenberg ausquartiert.