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Wuppertal: Baustelle in der Neuen Friedrichstraße zieht im Juni weiter

Verkehr : Neue Friedrichstraße: Baustelle zieht im Juni weiter

Planung für die Fahrradstraße wird voraussichtlich im Mai in der BV vorgestellt.

Baustellen werden die Neue Friedrichstraße noch eine Weile prägen. Aktuell sind die Arbeiter auf dem Abschnitt zwischen Diakoniekirche und Markomannenstraße mit Kanalbau beschäftigt. Voraussichtlich im Juni zieht die Baustelle auf die Kreuzung weiter. Dort wird bis zum Herbst gebuddelt. Wie es dann weitergeht, ist noch offen. Die Arbeiten müssen noch ausgeschrieben werden.

Auf dem aktuellen Abschnitt sind erfolgreich neue Gaskupplungen installiert und Frischwasserleitungen verlegt worden, berichtet Sascha Burghoff von den Stadtwerken. Bei diesen habe die notwendige Spülung, die die Keimfreiheit des Wassers sichern soll, mit zwei Wochen vergleichsweise lange gedauert. „Aber jetzt ist alles gut“, versichert Sascha Burghoff.

Nun werden Kanäle für Regen- und Schmutzwasser verlegt und an die Häuser angeschlossen, damit das Wasser, das bislang noch über die Straße abläuft, schnell ins Kanalnetz gelangen kann. Die Kanalarbeiten sollen bis etwa Juni dauern, dann folgt als nächster Abschnitt die Kreuzung Markomannenstraße.

Insgesamt wollen die Stadtwerke in der gesamten Neuen Friedrichstraße neue Leitungen und Kanäle verlegen. Anschließend kann die Stadt die Straße voraussichtlich zu einer Fahrradstraße umwandeln. Bis zur Fertigstellung der Fahrradstraße werde es wohl 2021 werden, schätzt Ingo Konermann, Projektleiter bei den WSW.

An der Planung für die Fahrradstraße arbeitete Dirk Lange vom städtischen Ressort Straßen und Verkehr: „Wir sind in den letzten Zügen“, sagt er. Er hat bereits bei der Veranstaltung zum Projekt „Kurze Weg für den Klimaschutz“ die bisherige Planung vorgestellt. Wermutstropfen für viele: An der bisher eng beparkten Straße werden Parkplätze am Straßenrand wegfallen, zum Teil sollen die Straßenränder ganz frei bleiben. Wie viele Parkplätze wegfallen, lasse sich nicht genau beziffern, weil die Plätze nicht abgezeichnet sind und je nach Größe der Fahrzeuge mehr oder weniger dort Platz finden. Zudem sollen Anwohnerparken und Kurzzeitparkplätze an der Straße eingerichtet werden, um „gebietsfremde“ Parker abzuhalten.

An den Kreuzungen werden die Fahrbahnflächen farbig eingefärbt um dem querenden Verkehr den Vorrang der Fahrradstraße deutlich zu machen. Die Bordsteine werden abgesenkt, dort wird ein Blindenleitsystem verlegt. Wenn möglich, wird der Gehweg an Kreuzungsecken auf die Fahrbahn vorgezogen, damit die Fußgänger leichter über die Straße kommen. Für Radfahrer sollen so genannte Schleusen auf dem Boden markiert werden, um für sie das Abbiegen in die querenden Einbahnstraßen sicherer zu machen.

Das Kopfsteinpflaster bleibt nur rund um die Kirche erhalten. Die Steine, die im Verlauf bis zur Wiesenstraße noch im Boden sind, werden zur Ausbesserung der Straße rund um die Kirche verwendet. Das sei ein Kompromiss zwischen Stadtgestaltung und Barrierefreiheit, betont Dirk Lange. Denn dort lebten viele ältere Menschen, für die Kopfsteinpflaster beschwerlich sein könne. zudem sei Kopfsteinpflaster wegen der Rutschgefahr bei Nässe für eine Fahrradstraße wenig geeignet.

Vorgesehen ist, dass Dirk Lange die Planungen der Bezirksvertretung in der Sitzung am 8. Mai vorstellt.