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Wuppertal: Barfußpfad könnte an Station Natur und Umwelt entstehen

Bürgerverein : Barfußpfad an Station Natur und Umwelt

Zwei Jahre nach dem Gewinn des W-Aktiv-Preises könnte der Pfad jetzt doch noch entstehen - auf dem Gelände der Station Natur und Umwelt, das ohnehin umgebaut wird.

Schon fast zwei Jahre sind vergangen, seit der Bürgerverein Küllenhahn mit der Idee eines Barfußpfades den zweiten Platz bei dem Projekt-Wettbewerb W-Impuls belegt hat. Ein solcher Weg besteht aus Bodeneinfassungen, in die verschiedene Materialien wie Fichtenzapfen, Kies, Flaschenkorken oder Nussschalen gefüllt werden. Er soll laut Bürgerverein „besondere Sinneseindrücke“ erleben lassen und die Gesundheit fördern. Inzwischen wurde viel beraten, aber noch nicht gebaut.

Denn zunächst war angedacht, den Pfad an der Kaisereiche in das Arboretum Burgholz zu bauen. Im Wald jedoch, so wurde mitgeteilt, seien Einbauten nicht erlaubt. Es wurde also ausgewichen, der Pfad sollte vom Wanderparkplatz zur Sambatrasse führen. Es ergaben sich aber neue Hürden, denn in diesem Fall hätte der Verein die Haftung für den gesamten Umkreis von 15 Metern um die Strecke übernehmen müssen. „Wir wussten gleich: Das können wir nicht machen“, berichtet Ludwig.

Nun ist Bewegung in den Plan gekommen. Schon vor einigen Monaten gab es ein Treffen des Bürgervereins mit der Station Natur und Umwelt. Die Stadt hatte diesen Vorschlag vorgebracht, nun soll Platz für den Barfußpfad auf dem ohnehin im Umbau befindlichen Außenbereich der Station entstehen. Michael Ludwig erklärt: „Es ist noch nicht sicher, wie viel Fläche wir zur Verfügung gestellt bekommen.“ Darauf komme es an, wenn es um die weitere Konkretisierung des Projekts geht. Rund 9000 Euro will der Küllenhahner Bürgerverein investieren. Eine Landschaftsarchitektin sei bereits in die Planung involviert. Auch Fördergelder könnte es geben, ein entsprechender Antrag kann aber erst gestellt werden, „wenn die Größe der Fläche feststeht“, so Ludwig.

Der Vorsitzende zeigt sich „froh um den attraktiven Vorschlag der Stadt“ und ist sich sicher: „Die Parteien werden uns mit Rat und Tat zur Seite stehen.“

Kornelia Heger-Wegmann von der Station Natur und Umwelt befürwortet die Idee ebenso. „Wir würden sie gerne umsetzen“, sagt sie. Den Bau des Pfades sieht sie zeitlich perfekt in den Stations-Umbau eingebettet: „Wann, wenn nicht jetzt?“

Zwar gibt es auf dem Gelände der Station bereits einen Barfußpfad, doch der „ist in die Jahre gekommen“, berichtet Heger-Wegmann. Somit sieht sie eine gute Ergänzung für die Bildungsstätte: „Das hat einen großen Wert für die naturnahe, sinnliche Erfahrung“, verspricht sie.

Michael Ludwig hofft, dass das Projekt im kommenden Jahr realisiert werden kann.