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Wuppertal: Altenheim Friedenshort wird komfortabler

Stadtentwicklung : Altenheim Friedenshort wird komfortabler

Altenheim Friedenshort wird komfortabler

Die Bewohner des Altenheims Friedenshort sollen demnächst - den gesetzlichen Vorgaben entsprechend – komfortabler in Einzelzimmern leben können. Daher stehen umfangreiche Umbaumaßnahmen an. Um diese zu finanzieren, sind zwei Mehrfamilienhäuser auf der Wiese neben dem Altenheim geplant. Die Bezirksvertretung Ronsdorf stimmte jetzt zu, die Planungen dafür öffentlich auszulegen.

Bezirksvertreterin Dorothea Glauner (FDP) machte den rund zwei Dutzend Zuschauern der Sitzung in der Aula der Erich-Fried-Gesamtschule deutlich: „Wir haben heute nur die Aufgabe, der Offenlegung zuzustimmen.“ Damit seien die Pläne nicht endgültig abgesegnet. Die Anwohner hätten zum Beispiel im Rahmen der Offenlegung vier Wochen Zeit, Einwendungen zu machen.

Die Pläne waren schon einmal 2017 im Rahmen der „frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit“ vorgestellt worden. Jetzt trug in der Sitzung der Bezirksvertretung der kaufmännische Leiter des Altenheims als Gast die Pläne noch einmal vor. Danach sind drei Bauabschnitte geplant. Als erstes werde ein zusätzlicher Gebäudeteil hinter dem Altbau errichtet. Dieser soll dann auf drei Etagen 48 Einzelzimmer umfassen. Nach dessen Fertigstellung soll der Teil des Altbaus mit dem Speiseraum so saniert werden, dass das Niveau anschließend dem des Neubaus entspricht. Im sanierten Altbau soll es 22 Zimmer geben.

„Unser gesamter Altenheimbereich wird dann aus 70 Plätzen bestehen“, erklärte der Altenheim-Leiter. „Das zeigt: Wir erweitern nicht. Denn jetzt sind es 71 Plätze.“ Im dritten Abschnitt soll ein neuer Bereich für betreutes Wohnen mit 19 Einheiten entstehen. „Das werden etwa 24 bis 25 Bewohner nutzen, weil einige Einheiten auch zu zweit bewohnt sein werden.“

Zwei weitere Gebäude mit seniorengerechten Wohnungen

Noch nicht geplant seien die beiden neuen Gebäude auf der Wiese zwischen dem „Schlösschen“ genannten Haus mit seniorengerechten Wohnungen und der übrigen Bebauung. „Es sollen zwei Wohnhäuser werden, etwa so groß wie das Schlösschen.“

Der Kaufmännische Leiter des Hauses erklärte: „Es wird altengerechtes Wohnen sein“ – vergleichbar mit den Wohnungen im Schlösschen, etwa mit Aufzügen und barrierefreien Badezimmern. Es sei aber kein betreutes Wohnen vorgesehen. Geplant ist laut Unterlagen auch eine Tiefgarage für die beiden Häuser.

Nach Abschluss der Bauarbeiten soll die Straße Friedenshort saniert werden. Insgesamt wird die Straße breiter werden und es wird ein Fußweg angelegt. Der Waldbereich der Ronsdorfer Anlagen wird dabei nicht berührt. „Das werden wir bezahlen“, versicherte der Friedenshort-Leiter. „Das wird nicht umgelegt.“

Bei der Vorstellung der Pläne 2017 hatten Anwohner unter anderem Bedenken wegen des Straßenverkehrs und der Parkplätze angemeldet. Die Verwaltung hat diese Bedenken geprüft und erklärt, dass eine andere Straßenführung nicht sinnvoll ist und auf dem Gelände ausreichend Parkplätze vorhanden sein werden. Auf Hinweis der Wuppertaler Stadtwerke hin wird ein Stauraumkanal für die Straßenentwässerung gebaut.

Bisher ist die Wiese am Altenheim planungsrechtlich als Grünanlage und Parkanlage festgelegt. Damit dort eine Bebauung möglich ist, muss der Flächennutzungsplan geändert werden, zudem ist die Aufstellung eines Bebauungsplans nötig. Das dafür nötige Verfahren läuft seit einiger Zeit, Bestandteil dessen ist jetzt die Offenlegung der Pläne, damit Anwohner die Gelegenheit zu Einwendungen haben.

Die Bezirksvertreter gaben dazu bei einer Enthaltung ihre Zustimmung. Die Mitglieder im entscheidenden Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen votierten einstimmig dafür. Wenn die Anregungen der Bürger eingearbeitet sind, soll die Politik im dritten Quartal 2021 den endgültigen Satzungsbeschluss fassen.

Wann die Pläne konkret öffentlich ausgelegt werden, wird noch bekannt gegeben.