Umwelt in Wuppertal: Wupperputz am 30. März: So viele Anmeldungen wie noch nie

Umwelt in Wuppertal : Wupperputz am 30. März: So viele Anmeldungen wie noch nie

Mehr als 2000 freiwillige Helfer haben sich bereits gemeldet. Weitere Unterstützung ist willkommen.

Knapp 2000 Helfer konnten im vergangenen Jahr nicht beim Wupperputz mitanpacken. Die Veranstaltung wurde wegen vereister Uferwege abgesagt. In diesem Jahr ist die Zahl der Anmeldungen noch überboten worden. 2060 Personen wollen beim 15. Wupperputz mitmachen. „Wir haben den Rekord vom Vorjahr geknackt“, freut sich Kathrin Petersen vom Presseamt der Stadt Wuppertal, die hofft, dass eventuell noch mehr Teilnehmer am 30. März den Müll aus der Wupper beseitigen.

Petersen rechnet nicht damit, dass noch mehr Müll als 2017 anfällt. „Im vergangenen Jahr gab es ein Wupper-Putzteam des Jobcenters, das regelmäßig einzelne Wupperabschnitte gereinigt hat“, so die Sprecherin. Dennoch sammle sich einiges an: von Taschentüchern über Chipstüten bis hin zu Autoreifen, Motorblöcken und Einkaufswagen. „Es gibt nichts, was noch nicht gefunden wurde“, ist Petersen überzeugt. Durchschnittlich 16 Tonnen Müll sammeln die Teilnehmer beim Wupperputz.

„Die Helfer sind unglaublich fleißig“, sagt Petersen. Es gebe Gruppen, die an unzugängliche Stellen gehen und Müll mit Seilen aus der Wupper ziehen. Die Tauchergruppe des Arbeitskreises Kluterthöhle füllt ihre Müllsäcke am Beyenburger Stausee, der Angelverein ASG Steinbeißer watet zum Putzen durch das Wupperbett und die DLRG reinigt den Fluss vom Boot aus. Der Radfahrverein „Der grüne Weg“ versorgt die Helfer entlang der Wupper mit warmem Tee. „Jeder hilft mit seinen Mitteln, damit die Wupper sauber wird“, so Petersen. Der Müll kann an gekennzeichneten Stellen nahe der 33 Sammelplätze abgelegt werden, wo er von der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) anschließend abgeholt und entsorgt wird.

Bei Hochwasser oder Sturm
wird der Wupperputz abgesagt

Die Stadt rechnet nicht damit, dass der Wupperputz wegen Hochwassers abgesagt werden muss. Der Pegel sinke bereits wieder, so Petersen. Notwendig werde eine Absage erst, wenn der Uferbereich überschwemmt oder so durchweicht sei, dass es für die Teilnehmer zu gefährlich wäre, diesen zu betreten. „Auch bei Sturm müssten wir die Veranstaltung absagen“, sagt Petersen.

Nach Abschluss des Wupperputzes sind alle Helfer zur Putz-Party in der Mensa der Gesamtschule Barmen eingeladen. Dort können sich die Teilnehmer bei einem Teller Suppe aufwärmen und von den kuriosesten Fundstücken berichten. Auch die Sambagruppe Limao Fatal wird bei der Helferparty auftreten. Zudem haben alle Helfer am Nachmittag freien Eintritt in den Grünen Zoo Wuppertal.

Auch in diesem Jahr werden sich die AWG und der ESW tatkräftig am Wupperputz beteiligen: Zwei Sperrmüllwagen und zwei Elektroschrottwagen samt acht Mann Besatzung werden die zuvor ausgeschilderten Sammelstellen entlang der Wupper abfahren und den Müll einsammeln. Zwei ESW-Mitarbeiter sind bei der Materialausgabe in der Gesamtschule Barmen im Einsatz. Beim Abschlussfest kann eine Kleinkehrmaschine des ESW Probe gefahren werden. Wie gewohnt sorgt der Wupperverband für den sicheren Zugang zu den Wupperufern – an schwer zugänglichen Stellen mit Leitern – und ist auch selbst mit einem Putz-Team von Freiwilligen zum Aufräumen am Start.

Müllsäcke und Handschuhe für die Aufräumtrupps können vor dem Wupperputz beim Pförtner des Eigenbetriebs Straßenreinigung (ESW) am Klingelholl 80 in Barmen abgeholt werden. Dort gibt es auch den Wupperputz-Button, der als Fahrschein für die Busfahrt gilt: Die Helfer können damit mit dem Bus zum Einsatzort und zurückfahren. Wer am Aktionstag noch Material braucht, bekommt es ab 9 Uhr in der Gesamtschule Barmen.

 Anmeldungen unter Telefon 563 6789 oder per Mail an

Mehr von Westdeutsche Zeitung