Wupperpark: Neue Planung nötig

Wupperpark: Neue Planung nötig

Firma Riedel plant und soll einen neuen Wettbewerb ausschreiben.

Der Wupperpark wird neu geplant. Das soll in der kommenden Woche im Ausschuss für Finanzen, Beteiligungssteuerung und in der Planungs- und Baubegleitkommission Döppersberg (20. Februar) beschlossen worden. Dabei geht es um die Parkgestaltung, den Pavillon, um das Café Cosa und den Tiefbunker.

Foto: Andreas Fischer/Entwurf: hks Architekten + dtp

Grund ist die neue Ausgangslage wegen der Pläne für den Tiefbunker. Die Firma Riedel will darin ein Club- sowie Kulturangebot umsetzen. Dafür soll statt zwei Eingängen am West- und Ostende ein zentraler Eingang gebaut werden. Das macht eine neue Planung notwendig.

Die bisherigen Entwürfe für den Wupperpark sind damit hinfällig. Ralf Volmerig von der Wirtschaftsförderung bestätigt das. Die Firma Riedel soll die Planung federführend leiten, einen Architektenwettbewerb ausschreiben.

Dass Riedel die Gesamtplanung in die Hand nehme, sei insofern sinnvoll als die Ein- und (Not-)Ausgänge vom Bunker aus geplant werden müssten, sagt Volmerig. Dadurch stünde der in Beziehung zu allen Gebäuden auf dem Parkgelände. Für Thomas Riedel ist das nur sinnvoll: Die Dinge oben und unten hingen „so stark zusammen, dass es nicht gut ist, wenn zwei getrennte Teams planen und bauen. Da kommt man sich operativ nur ins Gehege“.

Volmerig sagt, dass der Stadt dadurch keine Zusatzkosten entstehen. Für den bisherigen Entwurf sei noch keine Umsetzung festgelegt gewesen. Die Änderung bleibe also ohne finanzielle Konsequenzen. Volmerig rechnet mit Ergebnissen beim Architektenwettbewerb bis Mai dieses Jahres. Bis Ende 2019 sollen der Park und die Gebäude dann fertig sein. Gleichzeitig mit dem Beschluss dafür soll ein weiterer für einen sofortigen Baustart am Bunker gefällt werden. Das soll geschehen, damit die Riedel-Brüder bereits mit den Vorarbeiten auf dem Gelände und den Arbeiten am Bunker beginnen können. Erst danach kann auch oben gearbeitet werden.

Während die Pläne für den Wupperpark jetzt in die Zielgerade gehen, hat die WZ die Information erhalten, dass in der Verwaltung mit dem Gedanken gespielt wurde, das Café Cosa wieder in das Köbo-Haus einzumieten. Das hätte viele Vorteile — die Suchthilfeeinrichtung könnte die Arbeit an gewohnter Stelle fortsetzen. Zudem müsste das neue Café Cosa im Wupperpark nicht gebaut werden — was laut Beschlussvorlage Kosten in Höhe von 685 000 Euro sparen und außerdem den Wupperpark in Teilen für eine Grünfläche frei lassen würde.

Gerry Kasper vom Freundes- und Förderkreis Suchtkrankenhilfe, der das Café betreibt, sagt, das Gerücht habe sie auch erreicht, sei aber sofort dementiert worden. „Das ist vom Tisch“, bekräftigt er.

Für die Riedels ist es kein Thema, das Gebäude nicht zu bauen. Thomas Riedel: „Mein Bruder und ich habe eine ganz klare Meinung dazu, und zwar, dass es eine Einrichtung wie das Café Cosa braucht.“ Sie müsse am Bahnhof liegen, um zu funktionieren.

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