WSV fokussiert sich auf Homberg

Wuppertaler SV : WSV fokussiert sich auf Homberg

Der Winter hat die Fußballer des Wuppertaler SV wieder. Nach ihrem einwöchigen Trainingslager in der Türkei landeten sie am frühen Sonntagabend  in Düsseldorf.

Nun haben Spieler und Trainer erst einmal einen Tag frei, um sich ab Dienstag gezielt auf das Pokalspiel beim VfB Homberg vorzubereiten. Das soll am kommenden Sonntag, 10. Februar, im Homberger PCC-Stadion ausgetragen werden.

Die finanzielle Bedeutung dieser Partie und der Restrunde überhaupt für den Fußball-Regionalligisten hatte Vorstandssprecher Lothar Stücker, wie berichtet, am Freitagabend in einer persönlichen Erklärung deutlich gemacht. Alles, was über den für den Rest der Saison kalkulierten Zuschauerschnitt von 1500 hinausgeht - also auch Einnahmen aus dem Pokal - soll in den Schuldenabbau gesteckt werden. 750.000 Euro an Darlehen hat der WSV angehäuft, die bis 2025 abgetragen sein müssen. Details dazu will Stücker bei der Jahreshauptversammlung nennen. Er hatte auch Fehler eingeräumt in der Vergangenheit und notwendige personelle Konsequenzen angekündigt, ohne darauf einzugehen, ob er selbst an Rückzug denke.

Verwaltungsratschef Thomas Lenz würde weitermachen

Generell, das betont Stücker, habe es beim WSV keine Alleingänge gegeben, sondern funktionierende Gremien wie Vorstand, Verwaltungsrat und Finanzausschuss.

Verwaltungsratschef Thomas Lenz, der mit dem WSV im Trainingslager in der Türkei war, hat gegenüber unserer Zeitung erklärt, dass er bereit wäre, im April wieder für den Verwaltunsrat zu kandidieren - wenn die (Verwaltungsrats-) Mannschaft drumherum stimme. Von den aktuellen 13 Verwaltungsräten würden  einige aus unterschiedlichen Gründen aufhören wollen.

Personalsuche also nicht nur bei den Fußballern, die über die Saison hinausgeht und in die Zukunft weist. „Es ist ja nicht so, dass wir für die kommende Saison noch niemanden haben“, hatte Manuel Bölstler zum Abschluss des Trainingslagers bei WSV-TV gesagt. Die Verträge von Kevin Hagemann, Jan-Steffen Meier, Dennis Malura, Semir Saric, Meik Kühnel, Daniel Grebe und von Neuzugang Viktor Maier liefen bereits über das Saisonende hinaus. Bald hoffe man weitere Pflöcke einschlagen zu können. Er selbst sei froh gewesen, dass er sich in dieser Woche wieder einmal aufs Sportliche haben konzentrieren können.

„Es ging darum, im athletischen und im taktischen Bereich intensiv zu arbeiten, der Mannschaft unsere Philosophie zu vermitteln und die Neuen zu integrieren. Dafür hatten wir dort die besten Bedingungen“, hebt Trainer Adrian Alipour den großen Wert des Trainingslagers hervor. Das alles sei gelungen, die Stimmung in der Mannschaft sehr gut. Alle hätten Gas gegeben. Das schlug sich im letzten Testspiel gegen Waldhof Mannheim dann auch darin nieder, dass er auf sechs Spieler, die muskuläre Probleme hatten, lieber verzichtete. Alipour: „Da gehe ich kein Risiko ein. Wir müssen am kommenden Sonntag in Homberg die beste Elf auf dem Platz haben.“ Dass der Test gegen die starken Waldhöfer mit 0:3 verloren ging, sei da absolut nebensächlich. Alipour schwärmt lieber von den ersten 60 Minuten gegen Steinbach.

Zu den vier Neuzugängen, den Stürmern  Viktor Maier und  Kenan Dünnwald-Touran, Linksverteidiger Mario Andric und Torwart Niklas Lübcke meinte er: „Alle vier haben sich menschlich und spielerisch gut integriert. Sie werden der ersten Elf Druck machen und ich gehe davon aus, dass der ein oder andere auch in der Startelf steht.“

Alipour selbst kündigt schon einmal an, dass er seinen Vertrag (bis 2020) beim WSV auch unter den neuen Umständen auf jeden Fall erfüllen will.

Mehr von Westdeutsche Zeitung