Ausbildung: Wo Azubis beim Fahren sparen können

Ausbildung : Wo Azubis beim Fahren sparen können

Für Lehrlinge gibt es eine Reihe an Vergünstigungen, damit vom oft kleinen Gehalt am Ende des Monats noch etwas übrig bleibt.

Azubis können sich freuen. Das Ausbildungsjahr hat begonnen, und bei vielen landet das erste Gehalt auf dem Konto. Doch mit einer Vergütung von rund 450 Euro (Schornsteinfeger) bis 970 Euro (Bankkaufmann) muss man haushalten können. Denn es gibt einige Dinge, die jeden Monat bezahlt werden müssen: Miete, Nahrungsmittel, Unterhaltungskosten, öffentliche Verkehrsmittel. Vom Geld bleibt da am Monatsende nicht viel übrig.

Also den Gürtel enger schnallen? Das kann auf Dauer nicht die Lösung sein. Wie gut, dass Auszubildende Anspruch auf Ermäßigungen haben. Das fängt bei der Kinokarte an, geht weiter beim Besuch von Museum und Zoo und endet noch lange nicht beim Azubi-Ticket.

Wer Ermäßigungen einheimsen will, braucht einen offiziellen Nachweis über die Ausbildung. So erhält man bei einer dualen Ausbildung von der Berufsschule einen Schüler-, beziehungsweise Ausbildungsnachweis. Eine weitere Möglichkeit ist, den Arbeitgeber um ein vorzeigbares Dokument zu bitten. Auch eine Kopie des Ausbildungsvertrags kann einem den Weg zu Ermäßigungen und Rabatten öffnen.

Mit dem Schülerausweis können Azubis vergünstigt die öffentlichen Verkehrsmittel (Bus, Bahn, Schwebebahn, U-Bahn) nutzen, die auf direktem Weg zwischen Ausbildungsstelle und Wohnung liegen. Es gibt zwar keine Einzelfahrkarten, aber ermäßigte Wochen-, Monats- oder Jahreskarten. Allerdings existieren zwischen den Verkehrsverbunden und dem jeweiligen Bundesland keine einheitlichen Regelungen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man sich vorab informieren.

Für den gesamten Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gültig ist das „SchokoTicket“, das sowohl die Wuppertaler Stadtwerke als auch die Rheinbahn Düsseldorf anbieten. Erhältlich ist es für Azubis, die eine allgemeinbildende Schule oder ein Schulkolleg besuchen und unter 25 Jahre alt sind. In beiden Städten beträgt der Preis für ein „SchokoTicket“ 36,70 Euro pro Monat (Preisstufe D). Im Jahres-Abo ist der Fahrausweis das ganze Jahr über 24 Stunden am Tag gültig. Von jedem Schüler ab dem 16. Lebensjahr wird jährlich eine Schulbescheinigung benötigt.

Für das gesamte VRR-Gebiet ist auch das „YoungTicketPLUS“ gültig, das unter anderem auch die Stadtwerke Krefeld anbieten. Dieses Ticket gibt es im Format Aboticket zum Preis von 61,10 Euro. Das Monatsticket kostet 71,30 Euro. Neu ist das „Upgrade“, das für ganz NRW gilt. Erhältlich ist es als Zuschlag auf das „YoungTicketPLUS“ im Abonnement. Für den NRW-Zuschlag zahlen Abonnenten 20 Euro im Monat – zusätzlich zum Abopreis. Das Angebot „NRWupgradeAzubi“ gibt es ausschließlich bei dem Verkehrsunternehmen, bei dem der Azubi auch das „YoungTicketPLUS“ gekauft hat.

Mehr von Westdeutsche Zeitung