Wuppertals Designer wollen sich in der Stadt Gehör verschaffen

Wuppertals Designer wollen sich in der Stadt Gehör verschaffen

50 Designer aus der Stadt sprachen sich für die Gründung eines Beirates aus. Genaue Strukturen werden erarbeitet.

Wuppertal. Neugierige und erwartungsvolle Blicke richteten sich am Dienstagabend in einem Hörsaal der Bergischen Universität auf die Präsentation des Designbeirats Wuppertal — eine Institution, die noch gar nicht existiert. „Wir möchten, dass die Designbranche als Wirtschaftskraft stärker wahrgenommen wird, uns nach außen präsentieren und innere Strukturen schaffen“, beschreibt Dorothea Schwabe die Anliegen des Beirats.

Zusammen mit fast zehn Kollegen hatte Dorothea Schwabe in den vergangenen Monaten das Konzept erarbeitet, das nun vorgestellt wurde. Die Idee findet Anklang: Nach der Vorstellung des Konzepts und einer anschließenden Diskussion stimmten die etwa 50 anwesenden Designer aus verschiedenen Fachbereichen einstimmig für die Einrichtung des Beirats.

Die Notwendigkeit sei gegeben: Im Sommer war ein großer Auftrag der Stadt Wuppertal zur Entwicklung der „Stadtleitlinien 2025“ an eine Düsseldorfer Agentur vergeben worden, anschließend schenkte ein Designunternehmen der Stadt ein gesamtes Corporate Design. In einem offenen Brief hatten sich Wuppertaler Designer daraufhin an Oberbürgermeister Peter Jung gewandt.

In den folgenden Gesprächen habe sich gezeigt, dass das Wissen seitens der Stadtverwaltung über die Designbranche in Wuppertal erschreckend gering sei, erklärt Schwabe. Auch sei kein einziger Designer in die Entscheidungsprozesse der Stadt eingebunden gewesen. Das will der Designbeirat ändern. Er soll künftig dafür zuständig sein, die Wuppertaler Designer nach außen zu repräsentieren und eine gemeinsame Stimme zu finden.

Die genauen Aufgabenfelder und auch die Struktur des Beirats müssten nun von allen Beteiligten mitgestaltet werden, betont Schwabe.

Sascha Dittrich, Wuppertaler Industriedesigner, freut sich über die geplante Designerplattform: „Auch wenn einiges noch unkonkret ist, ist es auf jeden Fall eine sympathische Idee und ein unterstützenswertes Projekt.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung