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Vorwerk will in Wuppertal 30 Millionen investieren

Vorwerk will in Wuppertal 30 Millionen investieren

2012 machte das Unternehmen erstmals einen Rekordumsatz in Höhe von fast 2,5 Milliarden Euro — und will weiter kräftig wachsen.

Wuppertal. Die Wuppertaler Vorwerk-gruppe hat mit knapp 2,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz erzielt und plant, dieses Jahr die Drei-Milliarden-Euro-Grenze zu knacken. Gute Nachrichten zum 130. Geburtstag des international agierenden Familienunternehmens: In diesem Jahr will die Holding 130 Millionen Euro investieren, 30 Millionen davon in Wuppertal.

„2012 war ein gutes Jahr für die Vorwerk-Gruppe“, stellte der persönlich haftende Gesellschafter Walter Muyres am Dienstag fest, während er zusammen mit seinen Kollegen Reiner Strecker und Frank van Oers im Barmer Hauptsitz die Rekordumsätze verkündete.

Die stärksten Umsatzbringer waren wie auch in den Vorjahren die Geschäftsbereiche Kobold mit 810 Millionen Euro und Thermomix mit 684 Millionen Euro. Diese beiden Bereiche konnten 2012 stark wachsen. Das liegt auch daran, dass Vorwerk zehn Prozent mehr freie Handelsvertreter im Einsatz hat. Laut Muyres gelang dies dadurch, dass die Organisation im Direktvertrieb geändert wurde. So haben die Handelsvertreter nun feste Gebiete und arbeiten mit sogenannten Empfehlungen. In der Vergangenheit hatte die Vorwerk Geschäftsführung immer wieder bemängelt, dass es schwierig sei, Personal zu rekrutieren. Am Dienstag freute er sich: „Der Kobold Deutschland liegt nach langen Jahren wieder im Umsatzplus.“

In Wuppertal arbeiten derzeit in den Bereichen Fertigung, Forschung und Entwicklung sowie Verwaltung zirka 2000 Mitarbeiter, wie Reiner Strecker ausführte. Im Bereich der Forschung und der Fertigung sollen im laufenden Jahr zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden.

In Wuppertal ist auch der Fertigungsbereich Teppiche (Laaken) angesiedelt. Die Umsätze blieben in diesem Bereich konstant, entwickelten sich damit jedoch besser als das Marktumfeld.

Reiner Strecker kündigte an, Vorwerk werde die Produktionskapazitäten ausbauen, neue Produkte entwickeln und auch die IT-Infrastruktur ausbauen. Im Bereich Social Media legt Vorwerk bereits zu: Bei Facebook hat das Unternehmen 370 000 Freunde.